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„The Curve“: So präsentiert sich das neue Babor-Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd in Aachen, wenn es im Herbst 2018 fertig ist
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Architektur 4.0: Büros mit Fernblick, Planung mit Weitblick

Die Grenzen zwischen Planung, gutem architektonischem Handwerk und Consulting sind fließend. Die Architekten K2 aus Aachen verstehen sich als Partner der Industrie.



Ein moderner Unternehmenssitz ist heute weit mehr als nur repräsentativ. Er ist smart und energieeffizient, bietet maßgeschneiderte Flächen für Arbeit und Kommunikation, erlaubt optimale Produktions- und Funktionsabläufe, gliedert sich harmonisch in den Städtebau ein und spiegelt darüber hinaus den Charakter des Unternehmens wider. All diese Faktoren sind in die Planung des Medienzentrums Aachen, des Interimsgebäudes E.ON Research Center an der RWTH Aachen, der neuen Energiezentrale Grünenthal sowie deren Labor Qualitätskontrolle und in das neue Verwaltungsgebäude des Kosmetikkonzerns Babor eingeflossen. Das Babor-Verwaltungsgebäude wurde unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz geplant und entspricht so der Unternehmensphilosophie in Bezug auf nachhaltige und ressourcenschonende Produkte. „Die ansprechende Glasfassade des kurvenförmig geschwungenen Neubaus wird durch verspielte Elemente wie angedeutete Bänder veredelt, die dem Gebäude eine tänzerische Leichtigkeit geben. Die runden Formen wirken feminin, das schmückende Beiwerk verbindet der Betrachter mit ansprechender Verpackung“, erläutert Joachim Kranendonck das maßgeschneiderte Design, das in seinem Wesen für die Klientel und die Produkte des renommierten Kosmetikkonzerns steht. Wenn „The Curve“ im Sommer bezugsfertig ist, werden rund 150 Mitarbeiter in neuen, lichtdurchfluteten Büros arbeiten und den tollen Ausblick genießen. „Glas hat etwas mit Transparenz, Offenheit und dem Leben der Menschen zu tun. Sie wollen nicht hinter dicken Mauern sitzen, sondern am Leben teilhaben. Arbeitsraum ist Lebensraum“, führt der Geschäftsführer weiter aus. Dementsprechend ist der transparente Werkstoff das Material der Wahl.

Visionär, urban & nachhaltig

Die Ansprüche an eine moderne Industrie- und Gewerbearchitektur erfordern komplexe Lösungen. Architektur von der Stange ist nicht zielführend, sie wird weder dem Unternehmen selbst noch den Herausforderungen des modernen Arbeitslebens im digitalen Zeitalter gerecht. Daher setzen die Architekten K2 bei ihren Projekten auf einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne interdisziplinärer Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Experten in enger Kooperation mit dem Bauherrn. Die ständige Suche nach neuen, zeitgemäßen Konzepten und Materialien unter Berücksichtigung intelligenter Energiekonzepte stellt zukunftssichere und nachhaltige Lösungen sicher.

Das Aachener Architekturbüro hat sich auf ein Arbeitsfeld spezialisiert, bei dem der Entwurf architektonisch anspruchsvoller Lösungen sowie die Corporate Identity des Bauherrn als auch die Optimierung von Produktions- und Verwaltungsprozessen und die Verbesserung der Arbeitsplatzqualität aufgrund gestalterischer, ökologischer und ökonomischer Überlegungen im Vordergrund stehen. „Wir verstehen Gesamtplanung als interdisziplinäre Dienstleistung in den Bereichen Architektur, Gebäudetechnik, Baustatik, Baubiologie und Prozessmanagement“, betont Klaus Kampmann. Sämtliche Gewerke werden zentral gesteuert. So wird der Planungs- und Koordinationsaufwand professionell gebündelt und der Kunde entlastet.

Kunden werden zu Partnern

Von der klassischen Industriearchitektur für namhafte Unternehmen aus Industrie und Verwaltung über Lounge- und Interieur-Design für Lufthansa und Hotels der gehobenen Kategorie bis hin zur Labor- und Reinraumplanung – das Spektrum der Architekten K2 ist groß. Der gemeinsame Nenner: Eine langfristige Kundenbeziehung ist ausdrücklich erwünscht – und diese beginnt mit dem Vertrauensbonus. Im Rahmen des Entscheidungsmanagements erarbeiten die Experten von Architekten K2 qualifizierte Entscheidungshilfen. Diese ermöglichen fundierte Urteile auf Basis eines optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Dabei kommt mitunter auch Consulting ins Spiel. So z.B. bei Babor, an dessen Unternehmenssitz die Platzfrage eine kritische Größe war. „Wir haben vorab Untersuchungen angestellt, wie sich das Unternehmen überhaupt weiterentwickeln kann. Unter anderem haben wir aufgezeigt, dass Wachstum nur dann möglich ist, wenn Produktionsteile ausgelagert werden“, erklärt Joachim Kranendonck. „Als Architekten sind wir bei den Unternehmen sehr nah dran und werden gefragt, wenn sich Probleme auftun. Oft geht es um den Wunsch nach Wachstum bei begrenzter Fläche, Überlegungen zur Erweiterung der Produktion oder die Frage, wie man sich optimal auf Industrie 4.0 vorbereiten kann.“ Dann starten die Architekten K2 mit Untersuchungen und Standortanalysen. Der nächste Schritt ist die Erstellung eines Masterplans. Dieser zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf, damit sich das Unternehmen flexibel und zukunftssicher aufstellen kann. Der externe Blick auf ein Unternehmen lohnt immer. So lässt sich der Ist-Zustand neutral und unvoreingenommen analysieren und wichtige Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen.

Regionale Stärke, internationale Netzwerke

Die Architekten K2 betreuen ihre Kunden an jedem Standort rund um den Globus. „Die meisten Unternehmen sind bereits international aufgestellt und haben Dependancen im Ausland. Diese werden zentral von hier gesteuert. Wenn es darum geht, neue Produktionen zu schaffen oder bestehende Strukturen zu verbessern, dann werden hier sehr oft Konzepte entwickelt und zum jeweiligen Standort übertragen“, erklärt Klaus Kampmann. Zahlreiche Lounges tragen bereits die architektonische Handschrift der Architekten K2, darunter in den Destinationen Paris, London, Boston, New York und Schanghai. Die Kooperation mit dem koreanischen Landschaftsarchitektur-Büro MANO ist ein weiterer Schritt Richtung Internationalität. Das Büro zählt zu den Erfolgreichsten und Bekanntesten in diesem Segment und hat u.a. schon mit großen Konzernen wie Samsung und Hyundai zusammengearbeitet. Im Rahmen der Kooperation findet auch globaler Wissenstransfer statt. Als Experte für Industrie 4.0 referiert Joachim Kranendonck im In- und Ausland – ein Thema, das Industrie und Architektur in den nächsten Jahren stark revolutionieren wird.

INFO

Daten & Fakten. Rund 40 Mitarbeiter deutschlandweit, davon 35 in Aachen

  - 1998 Unternehmensgründung in Aachen durch Joachim Kranendonck und Klaus Kampmann (2x K)
  - 2000 Erste Niederlassung in Wiesbaden
  - 2013 Beginn der Kooperation mit dem koreanischen Landschaftsarchitektur-Büro MANO
  - 2014 Daniela Brink, Expertin für Labor- und Reinraumplanung und Interieur-Design, ergänzt das Team als dritte  Geschäftsführerin
  - 2017 Weitere Niederlassung in Köln

Ausgabe 01/2018