Ausbildung in Corona-Zeiten

Regierung verspricht Förderung – Meisterbetriebe handeln schon.
Geschäftsführung HUBACHER
Geschäftsführung HUBACHER
Beunruhigende Ergebnisse brachte das aktuelle KfW-ifo-Fachkräftebarometer zu Jahresbeginn hervor: Trotz des zweiten Lockdowns klagten über 20 Prozent der befragten Firmen über Fachkräftemangel. Das ist ein Drittel mehr als noch im dritten Quartal des Vorjahres. Ausbildung ist also wichtiger als je zuvor. Relativ kurzfristig veröffentliche das Bundesministerium für Bildung und Forschung am 30. April nun eine neu gefasste Zweite Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“. Insgesamt 126 Millionen Euro will man in diesem und dem kommenden Jahr in Förderungen investieren. Blickt man aber in die – trotz Krise – wachsenden Unternehmen, zeigt sich mitunter ein anderes Bild, wie Matthias Druffel, geschäftsführender Gesellschafter von HUBACHER Gebäudetechnik, bestätigt: „Derzeit haben wir hier neun Auszubildende in vier verschiedenen Berufen. Die Wahrnehmung der einzelnen Berufe aus der Sicht junger Leute hat sich in den letzten Jahren verändert: Viele wissen inzwischen, dass man im Handwerk durchaus so viel verdienen kann wie mit einem abgeschlossenen Studium. Und egal, ob man bei uns einen kaufmännischen Beruf erlernt, sich zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ausbilden lässt, die Vielseitigkeit im beruflichen Alltag ist garantiert.“ Als führender Anbieter für Gebäudetechnik ist das in Köln beheimatete Unternehmen gerade auf Expansionskurs. Wer also nicht warten will, bis Förderprogramme der Regierung greifen, sollte schnell eine Initiativbewerbung auf den Weg bringen.
Ausgabe 02/2021