visunext: KONFERENZTECHNIK DER ZUKUNFT

Wie ein Hidden Champion aus dem Münsterland in 15 Jahren zum Spezialisten für Präsentationstechnik, Videokonferenzen und Streaming wurde und welche Rolle Corona spielt.
Christoph Hertz, CEO der visunext Group
Christoph Hertz, CEO der visunext Group
Ein schlechter Sound und ein schlechtes Bild sind schlecht fürs Geschäft. Laut einer Studie von IPSOS sagen 18 Prozent der Unternehmen, dass sich sogar Umsatzeinbußen auf schlechte Gesprächsqualität zurückführen lassen. Doch Bild- und Tonprobleme in der Kommunikation sind seit Corona für viele Menschen Alltag geworden. Oft liegt es an der Internetverbindung, aber viel häufiger auch an der eigenen Technik. visunext, Spezialist für audiovisuelle Kommunikationslösungen aus Emsdetten, hat Beamer, Displays, Videokonferenzlösungen, Mikrofone und Leinwände aller Art und Hersteller im eigenen Onlineshop. Viel wichtiger: Die visunext-Experten wissen, was in kleinen und großen Räumen funktioniert. Sie haben Lösungen für die gesamte Bandbreite – von der einfachen Präsentationsausstattung ab 1.000 Euro bis hin zu interaktiven großformatigen Displays mit perfekter Video- und Audioraum-Installation inklusive fachmännischer Installation und Service. Auch eine großformatige und hochauflösende Samsung-LED-Wand für 300.000 Euro haben die Emsdettener in ihrem Showroom.

Konferenzraum-Technik, Streaming und Heimkino

„Regelmäßig schenkt man der Bild- und Tonqualität des Gesprächspartners starke Aufmerksamkeit“, sagt Christoph Hertz, CEO der visunext Group. „Wichtig ist es aber ebenso die, Potenziale der Technik für seine eigene Wiedergabe zu nutzen.“ Schon heute ist klar absehbar, dass Unternehmen auch nach Corona Videokonferenzen nutzen werden – nicht zuletzt, um Reisekosten zu sparen. Ein Teil des Teams aus dem Büro, die anderen aus dem Home-Office oder aus anderen Niederlassungen zugeschaltet. Dieses hybride Szenario steigert die Anforderungen an die Meetingräume immens. Jeder am Konferenztisch muss gut zu hören und gut zu sehen sein. Dafür sorgen intelligente Kamera- und Mikrofonsysteme von namhaften Herstellern, wie beispielsweise Logitech. visunext wählt die Technik nach Räumlichkeit, Teilnehmerzahl und Software-Infrastruktur aus. Technik, die bereits zur Verfügung steht, wird integriert. Dazu kommen drahtlose Signalübertragungsprodukte und Präsentationstechnik, wie smarte interaktive Flipcharts. „Es entstehen individuelle Raumlösungen, die Mitarbeiter*innen im Home-Office hybrid und gleichwertig einbeziehen“, sagt Hertz. „So entsteht kein Nachteil für diejenigen, die sich von außen zuschalten.“ Streaming ist ein weiteres großes Thema des mittelständischen Betriebs mit 160 Mitarbeiter*innen. Unternehmen nutzen – häufig gelernt in Coronazeiten – die Möglichkeiten der digitalen Liveübertragung für Produktpräsentationen, für die Ansprache der Mitarbeiter in der internen Kommunikation oder für Fortbildungen. Aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten oder Museen sind Kunden von visunext. Die Emsdettener richten die Räume ein, die Kunden ohne Vorwissen und mit einfachen Mitteln Live-Schaltungen für eine große Zahl an Zuschauern ermöglichen. Mit diesem Spezial-wissen können Streaming-Events mit Millionen von Teilnehmern realisiert werden. Die Technik, die dafür benötigt wird – also Mikrofone, Kameras und Bildschirme und auch das Setup – ist heute auf einem hohen Niveau. Gutes Streaming funktioniert so ohne großes Kamera- und Regieteam und ohne Videoschnitt-Experten. Qualitativ hochwertige Live-Übertragungen mit einwandfreiem Sound, verschiedenen Kameraeinstellungen und hoher Videoqualität sind allein durch gute Hardware und die richtige Einstellung möglich. „Vom Ergebnis sind viele Kunden immer überrascht“, sagt Hertz. „Die jungen Youtuber machen es zum Teil vor – dass es so einfach sein könnte, hätten die wenigsten gedacht.“ Der Anteil des B2B-Geschäfts am visunext-Gesamtumsatz liegt bei ca. 50 Prozent. Ein Viertel sind Bildungseinrichtungen, Museen und andere öffentliche Einrichtungen. 25 Prozent sind private Endkunden. Mit ihnen ging es im Jahr 2003 los. Im Onlineshop bot Christoph Hertz Beamer für Heimkinos an. Heute befinden sich mehr als 15.000 Produkte im Portfolio.

Gründung direkt nach dem Abitur

Der Startschuss fiel im Jahr 2003: Christoph Hertz gründete gemeinsam mit seinem Schulfreund Matthias Hemesath das Unternehmen, damals mit dem Fokus auf den eigenen Onlineshop Beamershop24. Und das direkt nach ihrem Abitur: „Eigentlich wollten wir nur die Miete der WG für das anstehende Studium verdienen. Das Potenzial war für uns damals noch nicht erkennbar.“ Es kam anders. Denn heute arbeitet visunext für zahlreiche namhafte Kunden. Der letzte Gesamtumsatz lag bei über 115 Millionen Euro, 43 Prozent mehr als im Geschäftsjahr zuvor. „Als wir loslegten, war der Begriff Start-up kaum bekannt und eine Gründung mit einer digitalen Geschäftsidee und in so jungen Jahren noch etwas ungewöhnlich“, sagt Christoph Hertz. Mit dem Beamer-Verkauf auf eBay ging es los. Bis 2008 hat sich das Unternehmen mit Beamershop24 im deutschen Online-Geschäft etabliert. In den vier darauffolgenden Jahren folgte die Expansion in europäische Länder, 2016 dann in die USA. Das Wissen um Produkte und Marken war die Grundlage für den Aufbau des B2B-Geschäfts. Als digitaler Fachhandel kombiniert visunext seither das starke Online-Geschäft mit Offline-Beratung und Projektplanung, Montage und Service. Das ist in dieser Form einzigartig. „Die meisten Kunden denken zu Beginn an einen großen Bildschirm und lernen erst im Austausch mit uns, was Komplettlösungen leisten können“, sagt Hertz. „Bei Videokonferenzsystemen geht das bis hin zu in der Decke eingelassenen Mikrofonen, um alle Teilnehmer gleich gut zu hören – gern auch verteilt auf mehrere Räume. Dazu kommen digitale Whiteboards.“ Dabei differenzieren die Berater sehr genau, was der Kunde im Arbeitsalltag wirklich braucht.

Der Corona-Faktor

Corona hat die mangelhafte Ausstattung in vielen Bereichen des geschäftlichen Lebens, im öffentlichen Bereich, in Schulen, Unis, Stiftungen, Kammern, Ausbildungsstätten und in Instituten, aber auch in Sitzungssälen der Kommunen gnadenlos offengelegt. Ob virtuell, vor Ort oder Hybrid, die Qualität von Bild und Ton ist für die Zusammenarbeit wichtig – auch für die Zeit nach der Pandemie. Viele Menschen werden wieder im Büro arbeiten. Andere Kollegen und Kolleginnen bleiben zu Hause oder pendeln. Das zeigt auch die Studie „Home-Office – gekommen, um zu bleiben“ der Deutschen Bank. Demnach stehen 47 Prozent der Führungskräfte Home-Office mit weniger Vorbehalten gegenüber, weil sie gute Erfahrungen gemacht haben. 65 Prozent der Beschäftigten wünschen sich mehrere Home-Office-Tage in der Woche. Gleichzeitig hat die Pandemie die Digitalisierung in Deutschland massiv vorangetrieben. Mitarbeiter*innen wie Geschäftsführer*innen haben über einen längeren Zeitraum digital und kollaborativ zusammengearbeitet. Daher wird es auch mit der langsamen Rückkehr ins Büro kaum noch rein analoge Meetings geben. Zwischen den Mitarbeiter*innen zu Hause und im Büro muss eine Verbindung bestehen, die das gemeinsame Arbeiten fördert. Daher macht es Sinn, bestehende Räume mit einer zentralen Video- und Audio-Raumtechnik auszustatten. Auch Fort- und Weiterbildungen werden weiterhin über hybride Lösungen stattfinden. Hier entsteht ein riesiger Markt. Der digitale Nachholbedarf bei Schulen ist bekannt. Stichwort: Streaming-Unterricht. Die erfolgreiche Entwicklung der visunext zeigt sich auch vor Ort in Emsdetten. Am Standort entsteht derzeit ein neues Bürogebäude mit 1.600 Quadratmetern. Hier werden nach Fertigstellung Anfang 2022 auf fünf Etagen die neuesten visuelle Produktlösungen vermarktet.

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Ausgabe 02/2021

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