Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld:

Bund fördert Entwicklung von Tour Heroes-App
Tim Seyock (FH Münster), Maximilian Gust und Thomas Gornas (beide Augmentlabs) sowie Christian Holterhues (wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) (v.l.)
Tim Seyock (FH Münster), Maximilian Gust und Thomas Gornas (beide Augmentlabs) sowie Christian Holterhues (wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) (v.l.)
Mit der App „Tour-Heroes“, einem digitalen Touristen-Guide, will das Nordkirchener Start-up Augmentlabs nicht mehr vorhandene oder nicht erlebbare Gebäude u. a. über Augmented-Reality-Anwendungen wieder zugänglich machen. Über das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) wird die Entwicklung der App vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 150.000 Euro gefördert. Professor Tobias Rieke vom Bereich Digitalisierung und Projektmanagement des Instituts für Prozessmanagement und Digitale Transformation der FH Münster und sein Mitarbeiter Tim Seyock unterstützen die Gründer Maximilian Gust und Thomas Gornas bei der Entwicklung. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns vor allem auf Augmented-Reality-Anwendungen für Service-Prozesse in Unternehmen konzentriert“, sagt Rieke. Hier standen insbesondere die Funktionalität und die Prozessintegration im Fokus. „Durch Augmented-Reality können wir Dinge wieder im realen Raum platzieren, sie zeigen, Informationen liefern, Geschichten erzählen, reale Führungen ergänzen und sie mit spielerischen Ansätzen auch für junge Zielgruppen interessant machen“, erklärt Gornas. „Zusätzlich nutzen wir künstliche Intelligenz, um die Nutzerinnen und Nutzer zu lenken, beispielsweise von den Sehenswürdigkeiten in die Innenstädte, um den lokalen Handel zu stärken“, so der Gründer weiter. Künstliche Intelligenz könne auch eingesetzt werden, um auf automatisch importierte Events, Ausstellungen oder Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Aktuell arbeiten die Partner an der möglichst realistischen Abbildung der Inhalte. „Dafür müssen wir viele technische Herausforderung in einem sehr agilen Prozess lösen“, erklärt Gust. Spätestens Ende August 2022 soll die App fertig sein und auf den Markt kommen.
Ausgabe 02/2021