KSR-Gruppe: Mit Sicherheit entsorgen und Neues erschaffen

Der KSR-Full-Service hat jegliche Problemstoffe und Abfälle im Griff.
Bernd Dorlöchter, Andreas Lanik und Guido Schmidt (v.l.) (Foto: Wort & Lichtbild)
Bernd Dorlöchter, Andreas Lanik und Guido Schmidt (v.l.) (Foto: Wort & Lichtbild)
Ob fest, flüssig oder gefährlich, Abfälle oder verunreinigte Gebrauchsstoffe bestimmen in vielen Produktionsbetrieben das Tagesgeschäft. Ein ressourcenschonendes und ökologisches Abfallmanagement gehört heute maßgeblich zu einem modernen Unternehmen. Gut beraten ist man hierbei mit einem verlässlichen Partner wie der KSR-Gruppe. „Unser Full Service bietet in Sachen Abfall und Verwertung alles aus einer Hand“, beschreibt es Geschäftsführer Guido Schmidt. „Abfälle transportieren wir direkt beim Kunden ab, mit unserem eigenen Fuhrpark, spezialisiert auf alle Anforderungen moderner Entsorgungs- und Recycling-Logistik – und das bundesweit.“ Bei der Übernahme und Weiterverarbeitung jeglicher Reststoffe garantiert KSR die Einhaltung höchster Umweltschutzstandards und wenn nötig eine fachgerechte Entsorgung gefährlicher Abfälle. „Auch wickeln wir für unsere Kunden die ökonomische und ökologische Entsorgung und Wiederverwertung ihrer Reststoffe und Abfälle auf Wunsch komplett ab“, ergänzt Geschäftsführer Bernd Dorlöchter. „So können sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: das Geschäft.“

Ein Blick in die Historie des Unternehmens

Die Anfänge des Unternehmens liegen in den goldenen 60ern, als Maria und Kurt Schmidt 1965 einen Altölabholdienst zum Leben erweckten. Anfang der 90er-Jahre folgten dann die Gründung einer bundesweit agierenden Beteiligungsgesellschaft und 1996 schließlich der Umzug an den heutigen Standort in Sonsbeck. Im gleichen Jahr wurde das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Deutschland umgesetzt. „2008 haben wir den Standort in Wesel ergänzt und seit 2010 sind wir mit einer Repräsentanz in Amsterdam auch auf dem niederländischen Markt zu Hause“, so Schmidt.

Der KSR-Full-Service

Das Portfolio der KSR-Gruppe ist besonders umfangreich. Wir führen die Übernahme und fachgerechte Entsorgung oder Verwertung von diversen Abfällen aus der Industrie und speziell dem Kfz-Bereich durch“, sagt Dorlöchter. „Hierbei handelt es sich z.B. um Altöle, Brems- oder Kühlflüssigkeiten, Emulsionen bis hin zu Altbatterien, Kunststoffen oder Windschutzscheiben. „Ein Großteil der Abfälle verarbeiten wir im eigenen Betrieb, einen Teil reichen wir an andere Spezialisten zur weiteren Bearbeitung weiter“, so Dorlöchter. „Weiter helfen wir den Kunden bei der Entsorgung aller anfallenden Flüssigkeiten.“ Darüber hinaus transportiert KSR die Abfälle natürlich auch ab. Auch für kleinere Mengen sind die Profis mit ihren Services immer da und kümmern sich um die entsprechenden Formalitäten. KSR entwickelt auf die Bedürfnisse der Kunden und die Anforderungen ihrer Reststoffe zugeschnittene Konzepte für reibungslose Recycling- und Entsorgungsprozesse. Dazu gehört die Beratung vor Ort durch qualifizierte Außendienstmitarbeiter im Unternehmen ebenso wie die Probenahmen vor Ort. Weiter erhalten die Kunden Unterstützung beim Erstellen von Abfallbilanzen, Abfallanalysen und Entsorgungsnachweisen. Last, but not least bietet KSR auch Know-how bei Fragen zu Zoll und Entsteuerung von bereits besteuerten Kraftstoffen und Heizölen im Falle von Vermischungsschäden.

Moderne Umwelttechnik auf Rädern und im Labor

Logistik und Labor bilden mit zahlreichen Spezialisierungen eine wichtige Säule des Unternehmens. 50 Lkw mit Sonderaufbauten, Vakuumsaugwagen, Altöl-Sammelwagen (zwei bis fünf Kammersysteme), Plan- und Werkstattwagen sowie Hakenliftfahrzeuge und Absetzkipper komplettieren die KS-Logistic zu einem durchdachten und optimierten Recycling-Fuhrpark. „Zur Erfassung der Abfälle stellen wir den Kunden für die unterschiedlichen Abfälle entsprechend zugelassene und praxiserprobte Behältersysteme zur Verfügung“, sagt Vertriebsleiter Andreas Lanik. „Hier reicht unser Angebot von 120-Liter-Standarddeckelfässern für Trockenbatterien oder Spraydosen (Aerosole) bis hin zur 36-Kubikmeter-Mulde mit hydraulisch angetriebenem Deckel.“ Im betriebseigenen, speziell auf die Analytik der Petro- und Wasserchemie eingerichteten physikalisch-chemischen Labor wird die Zusammensetzung der eingehenden Abfälle durch geschultes Fachpersonal qualitativ und quantitativ analysiert. „Dies ermöglicht, die Abfälle sachgerecht und umweltschonend verwerten zu können“, beschreibt es Schmidt. „Bei den Altölen werden z.B. Flammpunkt, polychlorierte Biphenyle (PCB), ges. Halogen und Wasser analysiert. So werden eventuell vorliegende Kontaminationen sicher erkannt.“ Die Abfälle können je nach Herkunft (mineralisch, synthetisch, biologisch oder auch Öle aus Werkstätten oder industriellen Bereichen) den unterschiedlichen Anlagen zur stofflichen Aufarbeitung zu Grund- und Schmierölen oder zur Aufbereitung zu Produkten zur thermischen Verwendung zugeordnet werden. Kontaminierte und nicht aufbereitungsfähige Abfälle werden der thermischen Beseitigung in externen Sonderabfallverbrennungsanlagen zugeführt. KSR bedient sich dabei modernster chemischer Analysetechnik, wie Kapillargaschromatographie mit Flame Ionization und Electron Capture Detection (FID und ECD), Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) und Attenuated Total Reflectance Fourier Transformations Infrared Spectrometry (ATR-FTIR). „Seit September 2001 ist unser Labor nach § 25 LAbfG durch die Bezirksregierung Düsseldorf zertifiziert“, so Schmidt. „Eine Zertifizierung nach DIN 17025 ist noch für dieses Jahr geplant.“

Nachhaltiges Wirtschaften mit innovativen Produkten

Als Hersteller von hochwertigen Produkten im Bereich der Mineralölwirtschaft ist KSR nicht nur Partner bei der Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen, sondern steht auch als innovativer Produzent von Mineralölerzeugnissen zur Seite. „Die unterschiedlichsten Produkte werden bei uns aus verschiedenen flüssigen Abfällen gewonnen“, erklärt Dorlöchter. „Aus Altöl werden Basisöle sowie leichte und schwere Heizöle hergestellt, aber auch Spezialöle wie Flux- oder Asphaltmischöle für den industriellen Einsatz.“ Kühl- und Bremsflüssigkeiten finden nach der Aufarbeitung wieder Einsatz in der Automotive-Industrie. Auch Öl-Wasser-Gemische werden getrennt, das Öl entsprechend verwertet. Das Wasser wird einer Behandlung unterzogen, sodass gefährliche Inhaltsstoffe auf ein Minimum reduziert werden. KSR betreibt seit Jahrzehnten eine Unternehmenspolitik des nachhaltigen Wirtschaftens. Am Standort Sonsbeck nutzen die Abfallprofis dafür eine Spalt- sowie mehrere Dekanter- und Destillationsanlagen. Modernste Anlagentechnik und hoch innovative Verfahren ermöglichen so die Gewinnung von Basis-, Schmier-, Flux- und Heizölen sowie Lösemitteln. „Unsere Anlagen sind darauf optimiert, Abfälle wieder in den Kreislauf als neue innovative Produkte zurückzuführen“, so Schmidt. „Das ist fachgerecht, wirtschaftlich und schont zudem unsere natürlichen Ressourcen.“



INFO

Problematisches Abwasser

Viele mittelständische Unternehmen kennen das Problem der Abwasserentsorgung. Oft sind lokale Kläranlagen dem anfallenden Abwasser nicht gewachsen und eine Entsorgung entsprechend teuer. Abhilfe und bis zu 50 Prozent Kostenersparnis bietet die KSR mit ihrem darauf zugeschnit- tenen Leistungsspektrum. Für die Aufbereitung steht ein breit gefächertes Anlagenspektrum von der physikalischen Behandlung sedimenthaltiger Abwässer und Schlämme über die physikalisch-chemische Öl-/Wassertrennung und Emulsionsspaltung bis hin zur Abwassertotalverdampfung zur Verfügung. Dabei können hoch belastete organische Rohabwässer wie auch Flammpunkt-belastete Abwässer angenommen und verarbeitet werden. Die in den Sonsbecker Anlagen aufbereiteten Industrie- und Gewerbeabwässer werden in Wesel an die Unternehmenstochter GSR verbracht und nach Behandlung in einem unternehmenseigenen Klärwerk in den Rhein eingeleitet. Bei dieser unternehmenseigenen Abwasserbiologie handelt es sich um ein aufwendiges Spezialverfahren, bei dem in mehreren hintereinandergeschalteten, aeroben Festbettreaktoren spezialisierte Bakterienpopulationen adaptiert bzw. angesiedelt sind. Diese spezialisierten Bakterienpopulationen sind in der Lage, selbst hochmolekulare, persistente Kohlenwasserstoffverbindungen, die in konventionellen Abwasserbiologien als sogenannter ‚Inert-CSB‘ lediglich durchgeschleust werden, aufzuschließen und abzubauen.

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Ausgabe 05/2020

Kontakt

KS-Recycling

Adresse:
Raiffeisenstr. 38,
47665 Sonsbeck
Telefon:02838 91500

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