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.net IT: Begeistert von Bits, Bytes und Business?

Im Raum Gütersloh gibt es eine Top-Adresse für IT-Experten von morgen.

(© Dimitrie Harder)
(© Dimitrie Harder)

Was als Nische für Nerds seinen Anfang nahm, hat dieses Image längst abgeschüttelt und die Jobs hier sind gefragter denn je: Intelligente Technologien bewegen alle Branchen, somit hat man als IT-Experte garantiert spannende Einblicke hinter die Kulissen der unterschiedlichsten Geschäftsfelder. Dass Ostwestfalen-Lippe mit seinen rund 150.000 Unternehmen, einer Million Beschäftigten und einem Bruttoinlandsprodukt von über 75 Milliarden Euro pro Jahr gleichzeitig auch noch zu den Top 5 der deutschen Innovationsregionen gehört, ist auch Firmen wie der .net IT Systemhaus GmbH zu verdanken. 2004 von Karsten Köthemann gegründet, ist die Zahl der Mitarbeiter durch das gesunde und sehr solide Wachstum mittlerweile auf über 100 angewachsen. Neben dem Hauptsitz in Rietberg gibt es einen weiteren Standort in Bielefeld und fünf Niederlassungen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Schon vorher waren die Ausbildungsplätze und Arbeitsstellen im .net IT Systemhaus besonders begehrt, seit dem USA-Engagement gibt es erst recht einen regelrechten Run. „Immer mehr Menschen empfinden es als großes Stück Freiheit, von überall aus auf der Welt arbeiten zu können. Gab es früher mal das Sabbatical, so träumen jetzt viele junge Leute davon, für ein Jahr zu reisen und dabei trotzdem ihrem Job nachzugehen. Jemand, der in unserem Hause die Ausbildung durchlaufen hat, ist gerade dafür bestens gerüstet. Wir haben Englisch hier als Zentralsprache. Bewerber müssen nicht mit perfekten Englischkenntnissen kommen, wachsen aber im Laufe der Ausbildung in dieses internationale Umfeld hinein.“

Nur wer Wurzeln hat, kann auch wachsen

Zu Corona-Zeiten durfte nur Köthemann selbst immer wieder über den großen Teich fliegen, weil er eine Sondergenehmigung der amerikanischen Regierung hatte. Sein Unternehmen betreut drüben auch strukturrelevante Systeme. „Kunden von uns waren rüber gegangen und wir beschlossen, ihnen zu folgen. Viele Unternehmen scheuen den Weg in die USA, denn er ist steinig. Jeder Staat hat sein eigenes Steuersystem, jedes Land eigene Rechte, das ist nicht einfach. Wir haben aber durch Zufall einen großen Steuerberater kennengelernt, der hier und dort zuständig ist und uns jetzt unterstützt. Im Nachhinein war das eine weitreichende Entscheidung, die sich in ganz vielen Aspekten ausgesprochen positiv ausgewirkt hat. Mittlerweile sind wir in fünf Bundesstaaten vertreten, neben Miami ist das Wisconsin, Kalifornien, Tennessee und Kentucky. Am Aufbau eines weiteren Standortes arbeiten wir gerade“, so Karsten Köthemann. Immer noch ist es ungewöhnlich, dass sich IT-Spezialisten aus Deutschland in den Vereinigten Staaten engagieren. Normalerweise geht der Trend in die andere Richtung. Die starke Anbindung mit Partnern in der Region, das klare Bekenntnis zum Standort OWL war eine wichtige Grundlage für die Entscheidung. Im Nachhinein ist Karsten Köthemann sehr froh, den Sprung über den großen Teich gewagt zu haben.

Internationale Herausforderungen annehmen!

Wenn sich alles wieder normalisiert hat, wird es aber immer mal wieder einen Austausch der Mitarbeiter geben. Für seinen großen Erfolg in den Staaten macht Köthemann seine sehr solide Basis verantwortlich und das Verwurzeltsein am Standort. „Unser Motto ist: Aus der Region für die Region. Ganz bewusst haben wir Partner hier vor Ort gesucht und gefunden. Mit der Synaxon AG in Schloss Holte-Stukenbrock gibt es eine Kooperation. Dieses Partnernetzwerk hilft uns, auch in Österreich oder der Schweiz aktiv zu sein. Außerdem steht uns die Kompetenz von OEDIV zur Verfügung. Diese 100-prozentige Tochtergesellschaft der Dr. August Oetker KG betreibt zwei große Rechenzentren und hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich des IT-Hostings. Gerade beim typischen Cloud-Computing war es uns wichtig, die Daten hier auf einem Server in Bielefeld platzieren zu können.“ Seine Mitarbeiter haben Routine darin, sich in Infrastrukturen von 1.000 Arbeitsplätzen und mehr zu bewegen. Gleichzeitig herrscht im Team aber eine fast familiäre Atmosphäre, die man in größeren Häusern, die normalerweise für solche aufwendigen Projekte zuständig sind, sonst kaum findet. Köthemann setzt auf flache Hierarchien und bildet den Nachwuchs persönlich aus.

Als Arbeitgeber mehrfach ausgezeichnet

Von Fokus und der Bewertungsplattform Kununu wurde das Unternehmen schon mehrfach zum Top-Arbeitgeber gekürt. Derzeit sind sechs Auszubildende im Systemhaus. „Wir arbeiten eng mit verschiedenen Bildungsträgern und der Agentur für Arbeit zusammen“, erklärt Köthemann. „Das Feedback von den verschiedenen Seiten zeigt uns auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere Auszubildenden durchlaufen nach und nach alle Stadien, die sie brauchen. Wir orientieren uns da am ITIL-Prinzip.“ Dieser Begriff, der seit den 1990er-Jahren im IT-Service-Management verwendet wird, beschreibt ein Rahmenwerk, das auf Basis tausendfach erprobter Best Practices zu einem „De-facto-Standard“ geworden ist. ITIL steht für IT Infrastructure Library, also eine Bibliothek von Büchern und Modulen, die am Ende den Aufbau eines vollständig aufeinander abgestimmten Managementsystems für IT Services ermöglichen. Konkret bedeutet das, jeder Auszubildende durchläuft die gleichen Stufen, vom first über den second bis zum third Level Support. „Das sind alle Stufen von der ersten Anwendung hin zur Betreuung am Ende. Außerdem kommt dann im dritten Lehrjahr noch der kaufmännische Teil dazu. Wir vermitteln Kenntnisse über verschiedene Strukturen, Ticketsysteme, Servicelevel Agreements und wichtige Vertragsdetails“, so Karsten Köthemann. Auch wenn man mit so einer Ausbildung überall gerne genommen wird, spricht vieles dafür, im Unternehmen zu bleiben.

Absolventen der Ausbildung haben woanders durchaus Vorbildfunktion

Die sehr hohen Standards bei der Ausbildung im Systemhaus führen dazu, dass die Mitarbeiter auch mit besonderen und schwierigen Situationen schnell zurechtkommen. Karsten Köthemann erinnert sich noch gut an eigene Aha-Erlebnisse bei den ersten Schritten in den USA: „Es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wenn man deutsche Gründlichkeit beibehält. Und auch was die technische Ausstattung angeht, habe ich gestaunt. Als ich das erste Mal in die USA kam, war ich erschrocken, was dort zum Teil noch als Standard definiert wird. Während bei uns längst die Cat 7 Verkabelung normal war, gab es dort noch in vielen Bereichen Cat 5e. Letzteres eignet sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde zwar durchaus für Gigabit-Netzwerke, beim Cat 7 Kabel dagegen werden die Daten mit einem Durchsatztempo von bis 10.000 Mbit pro Sekunde weitergeleitet. Da kann man 10-Gigabit-Netzwerke dranhängen. Was die Hardware angeht, war es daher unserem Kunden so wichtig, dass wir mit gehen, wenn er dorthin expandiert. Dann erlebe ich auch immer wieder, dass eine … sagen wir mal ‚etwas großzügige Arbeitshaltung‘ vorherrscht. 90 Prozent der Arbeit wird perfekt erledigt, aber auf den letzten Metern kommt dann eine gewisse Nachlässigkeit ins Spiel. Hier setzen wir in unseren Dependancen neue Standards. Mitgenommen nach Ostwestfalen haben wir aber tatsächlich verschiedene Anregungen wie man sie aus den Firmen im Silicon Valley kennt. Die Work-Life-Balance unserer Mitarbeiter hat sich noch mal verbessert, weil wir gute Anregungen für die Gestaltung der Arbeitsplätze auch bei uns übernommen haben.“

Inspiriert von den USA gibt es richtige „Chill-out Areas“

Was man aus Reportagen über die hippen jungen Firmen im Silicon Valley kennt, das findet sich so ähnlich auch am Bielefelder Standort des Systemhauses. Für Pausen steht den Mitarbeitern, angefangen vom Billardtisch über einen Kicker, eine Dartscheibe bis hin zum großen Flachbildfernseher einiges an Unterhaltung zur Verfügung. „Das alles ist für unser Team natürlich kostenlos, auch Getränke sind inklusive. Diese Freizeitbereiche sind sehr wichtig. Gerade in einer Branche, die sehr serviceorientiert ist, hilft es, wenn man gut gelaunt mit den Kunden telefonieren kann. Wir achten schon bei der Einstellung neuer Kollegen darauf, dass sie auch gut in die Mannschaft passen“, erläutert Karsten Köthemann. Gemeinsame Feste und Ausflüge erhöhen das Zufriedenheitslevel noch weiter. Hier werden sogar die Mitarbeiter von zu Hause abgeholt, später wieder heimgefahren oder gegebenenfalls auf Firmenkosten im Hotel einquartiert. Motto: Wer gut arbeitet, soll auch unbeschwert und ausgelassen feiern dürfen. Die Büros waren kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie noch erweitert worden, es gibt jetzt mehr Einzelbüros und einen großen Aufenthaltsraum. Ganz wichtig ist Köthemann auch die Absicherung seiner Leute: „Wir haben extra eine betriebliche Altersvorsorge etabliert. Außerdem bekommen unsere Mitarbeiter bestimmte Vergünstigungen, wenn sie etwas für ihre Gesundheit tun“, so Köthemann.

Nachhaltigkeit selbstverständlich – Know-how exzellent

Derzeit sind die Techniker noch mit Hybridfahrzeugen unterwegs, wenn es „onsite“, also raus zum Kunden geht. Sobald die schon 2021 bestellten Ladesäulen eintreffen, will man dann ganz auf Elektrofahrzeuge umsteigen. In Rietberg gibt es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und in Bielefeld, wo die Büroräume nur gemietet sind, verwendet man grünen Strom. In die Zukunft denken und natürlich technisch immer ganz vorne dabei sein, darauf kommt es an, wenn man in dieser Klasse mithalten möchte. Speziell durch das Engagement der Großkunden und die enge Zusammenarbeit mit Microsoft im amerikanischen Unternehmenszweig sind die IT-Experten des Systemhauses immer auf dem neuesten Stand, wenn es irgendwo hakt oder auch wenn es Updates gibt. „Davon profitieren unsere kleineren Kunden, die ja genauso auf unsere Strukturen in Bezug auf Service und Betreuung zugreifen können“, erklärt Karsten Köthemann. „Daneben ist das auch ein großer Vorteil für die Mitarbeiter, deren Skill-Level damit noch mal auf ein anderes Niveau gehoben wird.“
Daniela Prüter | redaktion@regiomanager.de

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