Energieeffizienz durch intelligente TGA

Dank perfekter Projektplanung gelassen durch die Krise.

PLP-Prokuristin Nicola Gramsch mit PLP-Inhaber Alexander Paas (© Jochen Rolfes)
PLP-Prokuristin Nicola Gramsch mit PLP-Inhaber Alexander Paas (© Jochen Rolfes)
Alexander Paas ist ein gefragter Mann. Schon bevor die Gaspreise stiegen und die Energiekosten auf allen möglichen Gebieten in die Höhe gingen, hat er sich mit seinem Planungsbüro einen exzellenten Ruf erarbeitet. In ganz NRW zeugen durchdacht geplante und reibungslos abgewickelte Bauprojekte von seiner Expertise. „Ganz bewusst habe ich ein Team von erfahrenen Mitarbeitern um mich versammelt“, so Alexander Paas, „technische Systemplaner, technische Zeichner und Diplom-Ingenieure arbeiten Hand in Hand, um für jeden Kunden ganz individuell die optimale Planung und Abwicklung sicherzustellen.“ Seit nun die Krise das Energiesparen noch einmal deutlich dringender hat werden lassen, werden Fachleute wie Paas ganz besonders gesucht. Schon sein Vater Hartmut Paas, der 1976 das Unternehmen als Fachbetrieb für Mess-, Steuer- und Regelungstechnik gründete, war immer zukunftsgewandt und auf Wachstum durch stetige Weiterbildung fokussiert. Sein Sohn Alexander hat 2012 sein Studium in der Versorgungstechnik begonnen und fünf Jahre später die Firma übernommen. „Wenn man so etwas wie ein Erfolgsrezept erklären möchte, würde ich sagen, es sind die Wurzeln, die jahrzehntelange Erfahrung auf der einen Seite und die Fachkunde auf dem Gebiet der zeitgemäßen TGA auf der anderen Seite, die das heute 32-köpfige Mitarbeiterteam so effizient agieren lassen“, erläutert Alexander Paas. Viele große Projekte hat sein Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf und einer Niederlassung in Dortmund schon realisiert. Gerade bei Bauvorhaben im Volumen von Hotels, Krankenhäusern oder Wohnkomplexen ist eine durchdachte technische Gebäudeausrüstung ein wichtiger Kostenfaktor im laufenden Betrieb.

Eigenes Programm zur Angebotserstellung entwickelt

Auch wenn jedes Projekt für sich eine neue Herausforderung darstellt, gibt es Parameter, die sich immer wiederholen. Um besonders schnell und effektiv ein individuelles Angebot vorlegen zu können, sind die Erfahrungen, aber auch die aktuellen Normen, Vorgaben und Fördermöglichkeiten im Planungsbüro professionell gebündelt worden. So erlangt man schnell einen Überblick und Klarheit. Alexander Paas: „Wir haben ein Konzept erstellt, das nach einem bestimmten Planungsschema relativ schnell alle wichtigen Aspekte in ein konkretes Angebot fasst. Egal, ob es um städtische Vorgaben beispielsweise zur Barrierefreiheit geht oder um besondere Anforderungen aufgrund der späteren Nutzung des Gebäudes – wir kalkulieren zeitnah und sind damit ein verlässlicher Partner.“ Im Anschluss gibt es dann für jedes Projekt einen eigenen Projektleiter, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Parallel dazu ist aber auch Alexander Paas immer in kontrollierender Funktion vor Ort. So bleibt das Projektmanagement von der Koordination der Gewerke bis zur Endabnahme unter seiner Aufsicht. Der individuelle Leistungsbedarf jedes Kunden steht im Mittelpunkt und bestimmt Art und Umfang der Planungen.

Transparenz vom ersten Moment an

Von Anfang an betrachtet Alexander Paas seinen Auftraggeber als Gegenüber auf gleicher Augenhöhe. „Um wirklich maßgeschneiderte TGA-Leistungen anbieten zu können, setzen wir kontinuierlich auf intensive Beratung und enge Abstimmung mit dem Kunden“, erläutert Paas, „damit der Auftraggeber vom ersten Moment an unsere Überlegungen und Ansätze nachvollziehen und sich das Ergebnis optimal vorab visualisieren kann, arbeiten wir mit besonderer Technik. Beispielsweise gehören wir zu den wenigen Büros in der Region, die dem Kunden komplett in 3D, mithilfe des Programms BIM (Building Information Modeling) durch eine VR-Brille oder mit Hologrammen zeigen können, wie sein Gebäude später aussehen und funktionieren wird.“ Grundlage für BIM ist in der Regel ein aus mehreren Teilmodellen bestehendes Gebäudemodell, das nach Bauabschnitten, Geschossen oder Gewerken aufgesplittert werden kann. Alle Projektpartner haben Zugriff darauf, was die interne Abstimmung in hohem Maße erleichtert. Durchdachte Projektplanung schont Ressourcen und spart Betriebskosten Der tägliche Job von Alexander Paas und seinem Team ist immer vielfältiger geworden. Moderne Technologien, die auf Wasserstoff, Brennstoffzellen, Batterien, Wärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik-Anlagen und moderne Mini-Blockheizkraftwerke setzen, helfen nachhaltig dabei, die späteren Unterhaltungskosten einer Immobilie zu senken. „Bis 2020 sollte der Wärmebedarf von Gebäuden um 20 Prozent gesenkt werden, bis zum Jahr 2050 sollen alle Gebäude – in erster Linie betrifft das natürlich Neubauten – nahezu klimaneutral sein“, beschreibt Paas die Energieeffizienzziele der Bundesregierung, „Wenn man sich demgegenüber vor Augen hält, dass die insgesamt 21 Millionen Gebäude in Deutschland rund 35 Prozent des gesamtdeutschen Energieverbrauchs ausmachen, wird noch mal deutlich, wie entscheidend eine gute TGA-Planung für diese Entwicklungen ist.“ Akut, in einer Zeit, in der die Gaspreise förmlich explodieren, setzen seine Kunden verstärkt auf Alternativen wie Wärmepumpen. Sie beziehen rund drei Viertel der Energie zum Heizen aus der Umwelt. „Im Grunde läuft es bei einer Wärmepumpe umgekehrt als beim Kühlschrank: Während dieser seinem Innenraum die Wärme entzieht und sie nach draußen abgibt, bedient sich die Wärmepumpe im Außenbereich, wobei sie sich das physikalische Prinzip des ‚Joule-Thomson-Effekts‘ zunutze macht. Und es gibt Unterschiede. Je nachdem, ob die Energie aus der Luft, der Erde oder dem Wasser entnommen wird, unterscheiden sich auch die rechtlichen Vorgaben und die Kosten.“ Letztere hat der erfahrene Projektplaner immer im Kopf. Im Hinblick auf mögliche Stolperstellen oder Hindernisse bei einem Bauvorhaben kommen ihm auch seine Erfahrungen in der Begutachtung zugute.

Anerkannte Gutachten vom Sachverständigen

Wichtiger Bestandteil des Portfolios des PLP Planungsbüros ist die Erstellung von Gutachten. „Wir sind da, wenn es darum geht, Sachverständigen-Gutachten zu erstellen oder auch bestimmte Baufortschritte im Rahmen einer Leistungsfeststellung oder Leistungsabgrenzung rechtssicher zu dokumentieren. Dabei gehen wir sehr detailliert vor, um unserer Rolle als professionelle, neutrale Instanz gerecht zu werden“, so Paas. Das Unternehmen beschäftigt unabhängige Sachverständige mit DESAG-Zertifizierung (Deutsche Sachverständigen Gesellschaft). Sie begutachten für private Zwecke, Versicherungen oder zur Vorlage vor Gericht. Dank der umfassenden Qualifikationen kann das Büro alle drei Arten von Gutachten abdecken und ist hier gefragter Partner bei Bauherren, Versicherungen und Gerichtsbarkeiten. „Blicke ich zurück, so stelle ich fest, dass die Zahl der rechtlichen Auseinandersetzungen rund um die Haus- und Versorgungstechnik in den letzten Jahren stark gestiegen ist“, resümiert Alexander Paas, „mit der zunehmenden Komplexität der Technik ist natürlich ebenso die Störanfälligkeit gestiegen. Umgekehrt zeigt das auch wieder, wie bedeutsam eine vorausschauende und alle Facetten mit einbeziehende Projektplanung für das Bauvorhaben ist.“

Vom Wasserwerk zum modernen Bürogebäude – TGA in Bestand und Neubau relevant

Als es im rheinischen Willich darum ging, aus dem denkmalgeschützten alten Wasserwerk eine moderne Firmenadresse mit zeitgemäßen Arbeitsplätzen zu gestalten, erhielt das PLP Planungsbüro den Zuschlag für den Bereich der TGA. „Hier gab es verschiedene Herausforderungen, die wir mit ins Kalkül nehmen mussten“, erinnert sich Alexander Paas, „unter anderem sollten im Inneren die alten Wassertanks stehenbleiben und auf der Grundfläche von 900 Quadratmetern sollten flexibel zu vermietende Büroflächen geschaffen werden – von 88 bis 790 Quadratmetern.“ Auf die Mitte 2021 fertiggestellte Baumaßnahme blickt er heute mit Stolz zurück, aber auch auf ähnlich anspruchsvolle Projekte für Kunden wie Lidl, Rewe und Penny, einen der Marktführer für die Herstellung von Feuerschutzanzügen oder ein Unternehmen, das für die Herstellung von Trocknungsgeräten eine neue Logistikhalle benötigte. „Herausfordernd sind komplexe Projekt wie eine neue Anlage in Kamen, die 14 Megawatt Heizleistung bringt, oder eine Produktionshalle, die aus ihrer Fertigungsmaschine Wärme zurückgewinnen kann. Dazu erstellen wir aber auch Energieeinsparungskonzepte für schon bestehende Objekte. Erst kürzlich waren wir an der energetischen Sanierung und einem Gutachten für einen Kölner Medientower beteiligt“, erklärt Alexander Paas. Er hat immer das große Ganze im Blick, betrachtet ein Gebäude gewissermaßen ganzheitlich, als kompliziertes und genau aufeinander abgestimmtes System. Angefangen von der Raumluft über Heizung, Wärme, Klima- und Kältetechnik über den Sanitätsbereich bis hin zu Aspekten, die Brandschutz und Sicherheit des Gebäudes betreffen, hat er alles im Überblick. Fähigkeiten, die gerade in Krisenzeiten, wie wir sie jetzt erleben, besonders wertvoll sind. Daniela Prüter | redaktion@regiomanager.de
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