Start-up aus OWL macht Lichtanlagen intelligent

Innovationspreis der Lichtwerber geht an Start-up-Unternehmen.
Übergabe der ersten LichtWART-Installation an  den Bauherren (Alle Fotos: © LichtWART GmbH)
Übergabe der ersten LichtWART-Installation an den Bauherren (Alle Fotos: © LichtWART GmbH)
Was in der Filmbranche der Oscar, ist für die Lichtwerber der alljährlich verliehene Award des Berufsverbandes. In diesem Jahr geht dieser Innovationspreis nach Herford, denn hier wurde der LichtWART vom gleichnamigen Start-up-Unternehmen entwickelt. Gregor Giataganas, Geschäftsführer der LichtWART GmbH, bekam schon vorher Anfragen aus ganz Europa. „Wir digitalisieren die gesamte Branche“, ist er zuversichtlich. „Unser cloudbasiertes Feature bietet in dieser Form niemand anders an. Sowohl schon bestehende Beleuchtungs- und Lichtwerbeanlagen als auch neu zu bauende lassen sich damit digital steuern und überwachen. Mit dem von uns entwickelten und weltweit einzigartigen Primär-/Sekundär-Betrieb lassen sich ungewollte oder unnötige Lichtimmissionen vermeiden, es wird massiv Energie gespart.“ Schon der Gruppenbetrieb, der dafür sorgt, dass einzelne Buchstaben nicht ausfallen und aus „Ihre Drogerie“ plötzlich „Ihre Droge“ werden würde, war intelligent. Definiert man aber ganze Satzteile von längeren Schriftzügen als Sekundär- oder Primär-Anlage, kann man genau festlegen, wie viel dann in welcher Formation dunkel werden soll, wenn Teile defekt sind. Im Voraus kann man die einzelnen Szenarien einstellen, aber auch dann, wenn der Alarm vom LichtWART kommt, noch ganz individuell entscheiden und aus der Ferne entsprechend steuern. „In Zusammenarbeit mit der Telekom haben wir das entscheidende Hardware-Modul entwickelt“, berichtet Giataganas. „Unabhängig von Dritten, ohne Netzwerkkabel oder WLAN, lässt sich die angeschlossene Lichtanlage von jedem Ort steuern und überwachen. Das Modul ist das Herzstück dieser Anlage.“ Musste früher die Meldung, dass eine Leuchtwerbung defekt ist, erst über verschiedene Stationen zum zuständigen Techniker weitergegeben werden, so sind diese Prozesse mit der smarten Technik digitalisiert.

White Label – Lichtwerber dürfen das System für sich personalisieren

Neben dem normalen Projektgeschäft – bei dem Lichtwerber einzelne Projekte mit einem LichtWART-Modul ausstatten können, dem Segment Enterprise, für Kunden mit einer Vielzahl von Anlagen – bietet LichtWART auch die Blankoversion an: Lichtwerber können das System unter eigenem Namen betreiben. „Das ist für Lichtwerber ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wenn unser Modul verwendet wird, können die Kunden bares Geld sparen und unter Umständen sogar einfacher ihre Baugenehmigung bekommen“, erläutert Giataganas. „Wir können exakt bestimmen und nachweisen, wie lang und mit welcher Dimmstufe die Leuchtkörper laufen. Auch das Thema Lichtimmission hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen; es gibt viele Auflagen, wenn jemand umbaut oder Lichtwerbung anbringen will.“ Der LichtWART hilft dabei, die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen. Direkte Ersparnis ergibt sich aus dem geringeren Energieverbrauch, dazu kommt die indirekte: Wenn neben der Autobahn die Leuchtreklame der Raststätte nicht mehr zu sehen ist, fahren die Leute vorbei. Bis der Defekt bemerkt wird, sinkt also der Umsatz. „Licht lockt Leute“, so Johannes Mailänder, Co-Founder von LichtWART. Das war schon immer so; Licht kann aber auch Menschen abschrecken. „Wenn es im Fußgängertunnel an einer beliebten Joggingstrecke dunkel wird, dann ist es dort nachts gefährlich“, so Giataganas. „Bis da mal jemand von der Straßenmeisterei oder dem Ordnungsamt aufmerksam wird, das kann dauern. Der LichtWART würde hier sofort Alarm schlagen.“ Hat die Entwicklung intelligenter Beleuchtung begonnen, als man anfing, Bewegungsmelder einzusetzen, die den sich nähernden Einbrecher illuminieren, ist durch den LichtWART jetzt ein ganz neues Level erreicht.

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Ausgabe 01/2021

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