RKW Architektur +: Talente aus aller Welt

Architekten sind gefragt – für eines der größten deutschen Planungsbüros ein Grund, die Nachwuchsgewinnung besonders breit anzulegen.
Matthias Pfeifer, Laura Alvaro, Britta Salinger (v.l.)
Matthias Pfeifer, Laura Alvaro, Britta Salinger (v.l.)
Seit über zehn Jahren wird so viel gebaut, dass Architekten und Bauingenieure knapp sind. RKW Architektur + mit Hauptsitz in Düsseldorf und vier weiteren deutschen Standorten versucht, bewusst gegenzusteuern. „Da wir so groß sind, haben wir unsere Suche auch groß und breit angelegt, quer durch alle Erfahrungslevels: Wir stellen Anfänger ein, aber auch Kräfte mit fünf oder 20 Jahren Berufserfahrung“, erklärt HR-Managerin Britta Salinger. Gesellschafter Matthias Pfeifer fügt hinzu: „Wir wollen gute Architekten finden – auch fürs Baumanagement; das müssen dann nicht unbedingt klassische Architekten sein. Die zweite große Gruppe, die wir suchen, sind Bauzeichner.“ Rekrutiert wird daher sowohl im In- als auch im Ausland; neue Talente kommen aus allen Windrichtungen: etwa Italien, Südkorea, Japan, Argentinien, Bulgarien oder Jordanien. Mittlerweile sind Kräfte aus 26 Nationen bei RKW Architektur + vertreten, besonders aber aus Spanien. Der Grund? Ein bereits dort arbeitender Spanier hatte vorgeschlagen, Nachwuchs über die Website der Madrider Architektenkammer zu suchen; die Vorstellungsgespräche liefen über Skype. So unkompliziert kam vor gut drei Jahren auch Laura Alvaro aus Spanien nach Deutschland. Dass sie in der „BIM“-Methode (Building Information Modeling) ausgebildet wurde, passt zu RKW, wo BIM seit vielen Jahren etabliert ist. Sie ist angetan vom Gesamtpaket bei ihrem neuen Arbeitgeber: der Finanzierung der Sprachkurse, aber auch von anderen Aspekten. „Hier fallen selten Überstunden an, in Spanien dagegen macht man in meiner Branche ständig Überstunden.“ Gesellschafter Pfeifer ist beeindruckt von der Einsatzbereitschaft der neu eingestellten Kräfte. Insgesamt macht das Architekturbüro als Arbeitgeber offenbar einiges richtig, denn die Fluktuation ist gering. Von den 420 Mitarbeitern bei RKW sind 310 Berufsträger, also Bauingenieure und Architekten. Etwa 80 Prozent des Personals sind in Düsseldorf tätig. Die Unternehmensgröße ermöglicht eine Vielfalt interner Fortbildungen. „Kleine Büros können das vielleicht nicht in diesem Umfang leisten“, sagt Sebastian Lenz, assoziierter Architekt bei RKW Architektur +. HR-Managerin Salinger wünscht sich, dass neue Mitarbeiter sagen: „‚Die sind spannend, da will ich hin!‘ Wir bieten Einsteigern eine Vielfalt an interessanten Projekten, die in Teams bearbeitet werden.“ Dem Gedankenaustausch dient in Düsseldorf eine großzügige, offene Architektur; dem Rückzug dienen – je nach Projektanforderung – flexibel nutzbare kleinere Bereiche. Das Team von Gesellschafter Matthias Pfeifer ist sogar etwa zur Hälfte international besetzt. Er schätzt das: „Unsere internationale Grundstimmung mit dem dazugehörigen Austausch finde ich gut.“ Das Büro profitiert davon schon lange. Seit z.B. im Jahr 1972 Wojtek Grabianowski eingestellt wurde, ist Polen der wichtigste Auslandsmarkt. Eines der Highlights des Düsseldorfer Büros, das Danziger Fußballstadion, wäre ohne ihn nicht möglich gewesen.
Ausgabe 01/2021

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