Geschäftliche Aushängeschilder - was ist wirklich wichtig

(Foto: stock.adobe.com © tumsasedgars)
(Foto: stock.adobe.com © tumsasedgars)
CI – Corporate Identity, das Gesicht eines Unternehmens. Kreiert wird das Unternehmensgesicht nicht nur durch visuelle Eindrücke, sondern auch durch Kommunikation und smarte Unternehmensführung.



Dem Unternehmen ein Gesicht geben: das ist visuell notwendig

Was bleibt als Erstes im Kopf hängen, wenn es um Unternehmen geht? Die Mitarbeiter? Der Service? Alles richtig, aber es ist noch viel mehr. Häufig erinnern wir uns beim Klang eines Unternehmensnamens vor allem an die Farben, ein Logo und die optische Gestaltung auf Visitenkarten, Briefpapier oder beim Betreten der Empfangshalle. Erst dann werden Mitarbeiter, ihr freundliches Lächeln und die Fachkompetenz wahrgenommen. Das Unternehmen als eigene Marke mit Wiedererkennungswert zu erschaffen ist die Aufgabe von Marketing-Spezialisten. Zuallererst geht es um das Logo. Es sollte möglichst auf einen Blick symbolisieren, was das Unternehmen ausmacht. Die Form und das Logo sind wichtiger Baustein für alle weiteren Kommunikationsmittel, wie beispielsweise Visitenkarten, E-Mail-Adressen, Briefpapier oder die Beschilderung im Unternehmen selbst. Die Anzahl der Unternehmensgründungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Bundesregierung bietet beispielsweise durch individuelle Fördermöglichkeiten zahlreiche Möglichkeiten, um den Start in die Selbstständigkeit zu vereinfachen. Gibt es etwas Fantastischeres als das eigene Logo auf den Visitenkarten, auf der Fassade vor dem Büro oder sogar auf den eigenen Firmenfahrzeugen zu sehen? Das visuelle Aushängeschild will aber gut überlegt sein, denn schließlich ist es eines der wichtigsten Kommunikationsmittel überhaupt. Clevere Unternehmer holen sich für die Logo-Gestaltung Profil-Hilfe an Bord, können aber auch selbst Design Ideen einbringen. Gibt es bereits Vorstellungen vom eigenen Logo? Werden bestimmte Farben bevorzugt? Beim Treffen mit den Grafik-Experten können diese Ideen einfließen. Nach einiger Zeit gibt es dann die bildlichen Ergebnisse, welche fortan das Unternehmen als bildgewaltiges Gesicht nach außen vertreten.

Visitenkarten, aber bitte keine langweiligen Rechtecke

Eigentlich sind Visitenkarten doch von gestern, oder? Im Gegensatz zu anderen Ländern wie beispielsweise Japan sind Visitenkarten in Deutschland kaum noch in Gebrauch. Das ist ein Irrglaube, denn trotz wachsender Digitalisierung sind Visitenkarten noch immer ein wichtiges Verbindungsglied zwischen Geschäftspartnern. Es kommt nur darauf an, dass die Karten nicht leblos und trist aussehen, denn sonst verschwinden sie mit Sicherheit rasch wieder aus dem Visitenkartenhalter des vermeintlich vielversprechenden Business-Kontaktes. Neben dem prägnanten Logo spielt auch das Design der Visitenkarte selbst eine wesentliche Rolle, um nicht nur im Kopf der künftigen Geschäftskontakte zu bleiben, sondern vor allem auch zur richtigen Zeit als Ansprechpartner aus der Brieftasche gezogen zu werden. Bei der Visitenkartengestaltung kommt es vor allem darauf an, wie sich die Karte anfühlt. Menschen sind meist haptisch veranlagt, was smarte Unternehmer natürlich bei ihrer Visitenkartengestaltung berücksichtigen. Sie wählen hochwertiges und möglichst festes Papier; vielleicht sogar mit einer Prägung. Auch die Gestaltung selbst ist ansprechend und dennoch informativ. Das wichtigste, die Kontaktdaten und der Name, finden sich auf den ersten Blick auf der Visitenkarte wieder. Damit sie tatsächlich im Gedächtnis bleibt, kann sie auch von der klassischen Form abweichen. Warum das eigene dynamische Unternehmen nicht auch mit einer dynamischen Visitenkartenform repräsentieren? Mittlerweile gibt es kaum Visitenkarten-Format, welches sich nicht individuell drucken lassen. Aber Vorsicht, nicht übertreiben, denn eine zu große Visitenkarte passt gar nicht in gängige Geldbörsen und könnte deshalb trotz ihres schönen Looks im Müll landen.

Telefonnummern – direkt als Werbebotschaft nutzen

Es gibt die Möglichkeit, für das Unternehmen eine eigene Rufnummer mitsamt verschiedenen Nebenstellen zu registrieren. Auch, wenn das Unternehmen einen völlig neuen Branding-Anstrich bekommt und vielleicht sogar wirklich umzieht, ist bei einer Rufnummer die Mitnahme problemlos möglich. Gerade für eingängige Werbung (beispielsweise im TV oder Radio) sind prägnante Rufnummern Gold wert. Bestes Beispiel dafür sind die Werbespots mit Verona Pooth, die mit der 11880 die Auskunft bewarb. Ähnlich ihrem Slogan „Da werden Sie geholfen.“ kann sich jedes Unternehmen ebenso eingängige Werbebotschaften in Verbindung mit einer Kurzwahl überlegen. Für regionale Werbespots ideal, denn sie gehen häufig nur wenige Sekunden und sollten das wichtigste, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, vorgetragen durch eine charmante Stimme, enthalten.

Beschilderung: Logos auf dem Firmengelände und der Mitarbeiter-Kleidung

Die Beschilderung im eigenen Unternehmen kann ganz vielfältig aussehen. Um die Kunden herzlich willkommen zu heißen, ist ein Schild am Eingang in jedem Fall empfehlenswert. Gerade, wenn Unternehmen sich ihre Büroflächen mit anderen Unternehmungen in einem sonst anonym wirkenden Hochhaus teilen, ist ein Schild am Eingangsbereich hilfreich für die Orientierung. Die Beschilderung kann sich auch vor den einzelnen Zimmern der Firma fortsetzen. Für mehr Persönlichkeit sorgt beispielsweise ein Schild, auf dem der Name der Person und ihre Funktion stehen, die hinter der Tür zu finden ist. Im Außenbereich ist die Beschilderung auch äußerst sinnvoll, wenn eine Firma über viele Freiflächen verfügt. Für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen beispielsweise Fahnen, welche mit dem Firmenlogo im Wind wehen und sogar aus einigen Metern Entfernung zeigen, wo Fachkompetenz zu finden ist. Auch die Beschilderung der Kundenparkplätze auf dem Firmengelände sieht mit einem eigenen Logo noch einmal viel professioneller aus.

Kleine Präsente erhalten die Freundschaft: geschäftliche Werbung auf Streuartikeln

Kleine Geschenke zaubern nicht nur ein Lächeln ins Gesicht, sondern helfen auch dabei, dass das eigene Unternehmen im Kopf bleibt. Es gibt allerdings auch Gelegenheiten, bei denen Werbegeschenke verboten sind. Wer beispielsweise in der Apotheke ein Präparat auf Rezept erwirbt, darf vom Apotheker keine noch so gut gemeinten Werbegeschenke annehmen. Für alle anderen Branchen trifft das allerdings nicht zu. Zu Weihnachten einen kleinen Adventskalender oder leckere Lebkuchen mit Firmenlogo verschenken stimmt Kunden und Mitarbeiter nicht nur auf die besinnliche Zeit ein, sondern zeigt auch die Wertschätzung. Gleiches gilt auch für die bekannten Streuartikel. Kugelschreiber, Feuerzeuge, Luftballons, Bonbondosen und vieles mehr mit Werbelogo versehen sind ideal, um sie beispielsweise bei Firmenveranstaltungen zu verlosen oder kostenlos in der Fußgängerzone als werbewirksame Maßnahme zu verteilen.

Die richtige Website und E-Mail-Adressen: ohne Umwege zum richtigen Ansprechpartner

Bei der Unternehmensgründung sollte nicht nur der Name bekannt, sondern auch die passende Webadresse registriert sein. Hier gilt: Prägnanz ist entscheidend. Mit der Webpräsenz lässt sich die Unternehmung leichter im World Wide Web finden. Wichtig ist es, den Unternehmensnamen zu verwenden, sodass Kunden ganz gezielt suchen können. Weiterhin gilt: In der Kürze liegt die Würze. Eine knackige Webadresse ist viel eingängiger als eine Webadresse mit sechs, sieben oder sogar noch mehr Wörtern. Damit die Kunden ihren gewünschten Ansprechpartner nicht nur telefonisch, sondern auf Wunsch auch via E-Mail erreichen können, sollte für jeden wichtigen Mitarbeiter eine entsprechende Adresse registriert werden. Um den persönlichen Kontakt herzustellen, empfiehlt sich der Mitarbeitername als Bestandteil der E-Mail-Adresse. Das kann beispielsweise der Vor- und Zuname oder nur der Nachname sein.

Newsletter – der neue digitale Kommunikationsweg, aber richtig bitt

Früher haben Unternehmen ihren Kunden oder Interessenten Postwurfsendungen in den Briefkasten gesteckt, Broschüren verteilt. Zwar gibt es diese Werbe- und Kommunikationsmöglichkeiten heute immer noch, jedoch werden sie immer weiter durch digitale Alternativen verdrängt. Das spart nicht nur Papier und schont die Umwelt, sondern geht auch noch viel schneller. Trotz Digitalisierung und vermeintlich neuem Hype sollte auch beim Newsletter Wert auf echte Kommunikationsstärke gelegt werden. Das bedeutet, beim Öffnen des Newsletters sollte das Logo nicht etwa unkontrolliert irgendwo auf dem Display sich zu finden sein oder der Infotext von Rechtschreibfehlern nur so strotzen. Stattdessen gilt es, auch hier Wert auf Professionalität und vor allem die eigenen Unternehmensstärken zu legen. Wer den Newsletter abonnieren möchte, findet beispielsweise auf der Unternehmenswebsite ein eigenes, gut verständliches Formular, in welches er sich eintragen kann. Das ist nicht nur unkompliziert, sondern erleichtert auch für Unternehmen selbst die Arbeit. Die Adressen der Interessenten werden automatisch hinterlegt und können bei deren Zustimmung für künftige Einladungen oder andere Kommunikationsmöglichkeiten genutzt werden. Wichtig ist es auch, Interessenten die Option zu geben, die Newsletter wieder abstellen zu können. Das stellt sicher, dass sie nicht von ungewollten Newsletter-Sendungen genervt werden und vielleicht dadurch einen negativen Zusammenhang mit dem Unternehmen selbst herstellen. Die Newsletter-Datenbank eignet sich im Übrigen auch, um rasch über kurzfristige Aktionen Unternehmen zu informieren und dadurch das Kaufinteresse der Newsletter-Abonnenten zu wecken.

Fotostrecke

Online-Artikel