Kommunikationsagentur BECKDESIGN: Marke. Macht. Maloche.

Guido Beck im Interview über Deadlines, Design und Drogen.
BECKDESIGN-Chef Guido Beck (© Achim Prange – prange-style.de)
BECKDESIGN-Chef Guido Beck (© Achim Prange – prange-style.de)

Das kreative Pingpong aus Design, Werbung und Marketing macht BECKDESIGN so viel Spaß, dass es seit 30 Jahren täglich praktiziert wird. Die Spielfläche, auf der die Agentur agiert, kann dem Team nicht groß genug sein. BECKDESIGN konzipiert, gestaltet und realisiert alles unter einem Dach. Die eigenen Abteilungen für Foto/Film/3D, Sound und Programmierung sorgen für ein hohes Maß an Flexibilität und kreativer Kontrolle, auch bei technisch anspruchsvollen Aufgaben. Ebenso wichtig wie Design und Werbung sind der Agentur mitten im Ruhrgebiet die richtige Strategie und das Herz. Nicht umsonst arbeiten die Beckdesigner:innen von Bochum aus, dort, „wo das Herz noch zählt“.

RM: Beschreiben Sie BECKDESIGN in drei Worten!

Beck: Marke. Macht. Maloche.

RM: BECK to the roots: Warum haben Sie BECKDESIGN gegründet?

Beck: Vor dem Studium war ich bereits in Agenturen angestellt und habe erste Erfahrungen gesammelt. Diese Erfahrungen führten dazu, dass ich schon während meines Studiums beschloss, als Selbstständiger in die Berufswelt zu starten.

RM: Welchen Slogan würden Sie Ihrem beruflichen Leben geben?

Beck: Aufregung, um immer weiter neugierig zu sein.

RM: Wie viel Revier steckt in BECKDESIGN?

Beck: Bedingt durch den Standort der Agentur besteht fast das komplette Team aus „Ruhrgestaltern“. Meine familiären Wurzeln liegen in Hagen, also zwischen Sauerland und Ruhrgebiet. Immer schon hat es mich aber in die Mitte des Reviers gezogen und in Bochum habe ich meinen Platz gefunden. In den letzten Jahren konnte ich mein Engagement für diese Stadt immer wieder einbringen, z.B. durch meinen Einsatz für die Wirtschaftsentwicklung und die Gründerszene, mit dem eigenen Veranstaltungsformat up*satz und der Arbeit für den VfL.

RM: Was unterscheidet Design von Geschmack?

Beck: Design hat eine Aufgabe. Die Lösung muss nicht einem Geschmack entsprechen. Design folgt Vorgaben und ist auf Kontinuität aufgebaut und nicht an leichtfertigen Trends oder eben persönlichem Stilgefühl ausgerichtet.

RM: Wie sieht die Agentur der Zukunft aus?

Beck: Sie wird stärker dialogisch arbeiten. Es gibt immer mehr Mitarbeitende auf Kundenseite, die Erfahrung im Bereich Publizieren und Kommunikation haben. Dadurch wird die Arbeit immer partizipativer. Heute findet man zunehmend gemeinsam die richtige Lösung in agilen Prozessen.

RM: Warum setzen Kunden auf BECKDESIGN?

Beck: Wir finden eine Balance zwischen Empathie, Kreativität und Konzeption. Außerdem stehen wir für Verlässlichkeit. Die größte Kreativität ist für den Kunden ohne verlässliches Handeln nichts wert.

RM: Woran werden Sie sich in Ihrer Arbeit wohl nie gewöhnen?

Beck: Unbezahlte Pitches. Das ist ein branchentypisches Krebsgeschwür, das abgeschafft werden muss. Es bestellt doch auch niemand beim Schreiner einen Tisch auf Maß und sagt hinterher: Nehme ich nicht und zahl ich nicht.

RM: Wo wären Sie heute ohne Ihre Agentur?

Beck: Ungebunden, schätzungsweise mit einem anderen Lebensmittelpunkt, vielleicht auf einer sechs- bis zwölfmonatigen Motorradtour durch andere Länder oder auf einer Insel unter dem Winde. Doch auf jeden Fall hätte ich mir ein anderes kreatives Feld gesucht, z.B. die Musik.

RM: Ist Print tot? Und wenn nicht, warum nicht?

Beck: In den letzten zehn Jahren hat Print zwar immer mehr an Bedeutung verloren, doch Gedrucktes bietet heute neue Möglichkeiten, Kunden zu überraschen und aufregende Touchpoints herzustellen. 250-Seiten-Kataloge sind allerdings definitiv eine aussterbende Spezies.

RM: BECKDESIGN steht auch für besonders starke Textarbeit. Woher kommt die Liebe zu Wortspielen und Namensschöpfungen?

Beck: Kommunikation ist immer ein spannendes Spiel von Wort und Bild. Und in der Werbung sind die aufmerksamkeitsstarken Momente nur wenige Sekundenbruchteile lang. Da erwacht bei uns der Ehrgeiz. Es entfacht sich geradezu ein Battle zwischen den Textern und Layoutern.

RM: Das mediale Image von Design- und Werbeagenturen hatte immer wieder auch mit Drogen zu tun. Was denken Sie, wenn Sie quasi Berufskollegen, z.B. in Filmen, so dargestellt sehen?

Beck: Es gab und gibt sicher Menschen in meiner Branche, die bei größerer Anspannung und Stress zu Aufputschmitteln oder auch zu Drogen greifen, obwohl man wohl grundsätzlich festhalten muss, dass Kreative wesentlich langweiliger sind, als man gemeinhin denkt. Meine „Droge“ ist das Gebären von immer neuen Ideen. Dieser schöpferische Akt, alleine oder im Team, an dessen Ende tolle neue Corporate Designs, Webanwendungen oder Kampagnen stehen, kann einen süchtig machen.

RM: Wie gehen Sie mit dem ewigen Zeitdruck um, der durch die Deadlines entsteht?

Beck: Man wächst da hinein. Während ich am Anfang nur etwa einmal pro Monat eine Präsentation fertigstellen und halten musste, geschieht dies nun alle zwei bis drei Tage. Über die Jahre habe ich Zutrauen in meine Leistungsfähigkeit gewonnen. Wichtig ist: Ruhe bewahren! Bei Kreativblockaden muss man sich ablenken und sich mit etwas Profanem beschäftigen oder einer stupiden Tätigkeit nachgehen.

RM: Gibt es eine grundsätzliche Methode, wie Sie mit dem Agentur-Stress umgehen?

Beck: Ja. Wenn auch relativ spät in meiner Berufslaufbahn, habe ich Meditation und Yoga als wirkungsvolles Entspannungsmittel für mich entdeckt. Kann ich nur empfehlen.

RM: Welche neuen Ziele verfolgt BECKDESIGN für 2022?

Beck: Nachdem wir dieses Jahr noch einmal unsere räumlichen Möglichkeiten für Foto- und Filmaufnahmen erweitert haben, sind wir dabei, das Team deutlich zu stärken, denn einige spannende neue Projekte liegen vor uns!

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Ausgabe 05/2021

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