Investition in Nachwuchs:

Roitzheim setzt auf Ausbildung
Auszubildende Hannah Savoulidis, Firmeninhaber Matthias Roitzheim und Ausbilderin Annette Rittmann (v.l.) (© IHK)
Auszubildende Hannah Savoulidis, Firmeninhaber Matthias Roitzheim und Ausbilderin Annette Rittmann (v.l.) (© IHK)
Auch in der Corona-Pandemie wagen sich viele Betriebe erstmals an die Ausbildung eigener Fachkräfte – so wie Roitzheim Werkzeugmaschinen. Das Unternehmen in Gelsenkirchen stellte im vergangenen Jahr mit Hannah Savoulidis seine erste Auszubildende ein. Sie lernt dort den Beruf Kauffrau im E-Commerce. Roitzheim Werkzeugmaschinen wurde Anfang März von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen stellvertretend für alle Betriebe in der Stadt Gelsenkirchen öffentlich ausgezeichnet, die 2020 in die Ausbildung eingestiegen sind. Im IHK-Bezirk Nord Westfalen bildeten 2020 insgesamt 324 Betriebe erstmals aus. „Diese Unternehmen haben genau die richtige Entscheidung getroffen, denn der Fachkräftemangel wird selbst in der Krise größer“, weist Carsten Taudt, IHK-Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Fachkräftesicherung, auf eine aktuelle IHK-Umfrage und das bundesweite KfW-ifo-Fachkräftebarometer hin. Weiterhin zukunftsfähig zu bleiben, war auch die Motivation für Roitzheim, in die Ausbildung einzusteigen. Dass die Wahl auf den Beruf Kauffrau für E-Commerce fiel, liegt nahe. „Corona beschleunigt in vielen Branchen den digitalen Wandel, das Onlinegeschäft wird immer wichtiger“, erklärt Ausbilderin Annette Rittmann. 2013 gründete Matthias Roitzheim das Unternehmen, das mit sechs Beschäftigten gebrauchte CNC-Maschinen aufbereitet und mit moderner Technik ausrüstet. Außerdem kauft das Unternehmen gebrauchte Ersatzteile für die Steuerungs- und Automatisierungstechnik, die sie einkauft und instand setzt. Die Auszubildende Hannah Savoulidis hat die Aufgabe, Ersatzteile zu erfassen und dann in den eigenen Onlineshop sowie bei Ebay einzustellen. Darüber hinaus berät sie die Kunden per E-Mail und telefonisch.
Ausgabe 01/2021