ESG.DNA: Kein Kredit ohne Nachhaltigkeitsstrategie?

Das Experten-Team von ESG.DNA unterstützt Mittelständler bei der Entwicklung und Optimierung ihres Nachhaltigkeitsprofils, um die ESG-bezogenen Anforderungen von Kapitalgebern zu erfüllen und attraktive Finanzierungen zu erhalten.
Die Geschäftsführer der ESG.DNA GmbH Jörg Uwer und Alexander Fromme (v.l.) (© Daria Wszolek)
Die Geschäftsführer der ESG.DNA GmbH Jörg Uwer und Alexander Fromme (v.l.) (© Daria Wszolek)

„Ob Mittelständler Kredite erhalten, wird künftig stark davon abhängen, wie nachhaltig sie aufgestellt sind“, erläutert Alexander Fromme. Was für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) noch wie Zukunftsmusik klingen mag, ist auf Konzernebene längst Realität. „Hintergrund ist, dass die Europäische Union derzeit mit einer Reihe neuer Vorgaben erheblichen Druck auf den Bankensektor ausübt, um so die Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen“, erklärt der Geschäftsführer der Mülheimer Servicegesellschaft ESG.DNA GmbH. „Aufgrund dieser schärferen Regulierungen sind die Banken gefordert, die Entwicklung eines Betriebes demnächst noch detaillierter zu untersuchen, ehe sie einen Kredit vergeben.“ Während eine Kreditvergabe an Unternehmen mit wenig nachhaltigen Geschäftsmodellen für Banken riskanter wird, können fortschrittliche Unternehmen mit positiven Nachhaltigkeitskennzahlen von attraktiven Finanzierungskonditionen profitieren.

Nachhaltigkeitsperformance als Schlüssel

Anlass der strikteren Vorgaben ist das ehrgeizige Ziel der EU, bis zum Jahr 2050 der erste klimaneutrale Wirtschaftsraum zu werden. „Kredite für Unternehmen jeder Größe werden daher immer mehr an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft sein“, prognostiziert Alexander Fromme und fügt hinzu: „Der neue EU-Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen macht auch für den Mittelstand keine Ausnahme und wird viele Firmen künftig zu einer nichtfinanziellen Berichterstattung zwingen, die die Darstellung des Anteils ökologischer sowie sozialer Umsätze, Investitionen und Betriebsausgaben umfasst.“ Fromme weiß, wovon er spricht, denn der gelernte Bankkaufmann war nicht nur 20 Jahre seiner beruflichen Laufbahn in der Leasing-Industrie tätig, sondern auch zehn Jahre lang als Zentralbereichsleiter Finanzen bei einem der führenden deutschen Energieerzeuger. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Jörg Uwer gründete der zertifizierte Experte für nachhaltige Finanzierungen Ende 2020 das Beratungsunternehmen ESG.DNA mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Die Abkürzung „ESG“ aus dem Englischen steht dabei für die drei Verantwortungsbereiche Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) als Nachhaltigkeitskriterien, an denen Unternehmen gemessen werden. „Die wachsenden regulatorischen Anforderungen verlangen von Unternehmen, die Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten proaktiv zu analysieren und zu steuern, ihr ESG-Profil zu optimieren und darüber zu berichten“, erläutert Jörg Uwer, ebenfalls Geschäftsführer bei ESG.DNA. Doch die Klärung der Fragen, wo man in Sachen ESG eigentlich steht, wie die Nachhaltigkeitsperformance zu dokumentieren ist und welche konkreten Maßnahmen einzuleiten sind, um diese zu verbessern, stellt insbesondere KMU vor große Herausforderungen. „Für die meisten Mittelständler ist das Thema ESG noch Neuland“, weiß Geschäftsführer Uwer. Der studierte Diplom-Kaufmann ist seit vielen Jahren als Unternehmensberater für Banken und Finanzdienstleister tätig und verfügt zudem über eine weitreichende Expertise in der Management- und Technologieberatung. „Angesichts zunehmender Berichtspflichten ist für KMU allein der Aufwand für die Erstellung eines ESG-Profils, das die Anforderungen der Banken hinsichtlich der ESG-Standards erfüllt, immens, zumal es für diese Aufgabe in den meisten Betrieben keine klare Zuständigkeit gibt“, führt Uwer weiter aus.

Den Dschungel an Regularien durchblicken

Genau in dieser Problemlage möchten die Finanzexperten der ESG.DNA Mittelständler unterstützen, indem sie ihnen einerseits die Fragestellungen der Nachhaltigkeit sowie die veränderten Anforderungen an die Unternehmensfinanzierung nahebringen und andererseits individuelle Lösungsvorschläge für die spezifischen Herausforderungen des jeweiligen Unternehmens anbieten. Neben der Erstellung eines ESG-Profils unterstützt das Team der ESG.DNA seine Kunden durch die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen und die Begleitung bei deren Umsetzung, leistet Hilfestellung bei der Beantragung eines ESG-Ratings und bereitet gemeinsam mit den Kunden Banken- und Investorengespräche vor. „Als ESG-Berater verfolgen wir für jedes Unternehmen einen maßgeschneiderten Ansatz unter Berücksichtigung seiner individuellen Zielsetzung, seiner Umfeldfaktoren und organisatorischen Besonderheiten“, betont Geschäftsführer Fromme. Ziel der Mülheimer ist es dabei immer, dass die Kunden die ESG-Anforderungen von Kreditgebern und Investoren umfassend erfüllen und eine nachhaltige Finanzierung zu optimalen Konditionen erhalten. „Um unseren Kunden ein intelligentes Tool für die Sammlung, Aufbereitung und Auswertung von ESG-Daten an die Hand zu geben, haben wir mit unserem ESG Chess Board eine transparente und effektive Softwarelösung entwickelt“, berichtet Jörg Uwer. Mithilfe des ESG Chess Boards können Unternehmen nicht nur sämtliche für ihre Branche spezifischen ESG-Parameter identifizieren und ihr ESG-Rating auf Basis von Metriken selbst ermitteln. Das Tool ermöglicht es darüber hinaus, das ermittelte ESG-Rating durch die Analyse sukzessive zu verbessern und lässt sich in die bestehende IT-Architektur des Unternehmens integrieren, sodass der Kunde jederzeit einen sicheren Zugriff auf seine ESG-Daten hat.

Digitales ESG-Management-Tool für Unternehmen

„Unsere webbasierte Anwendung ist ungefähr vergleichbar mit einer Steuer-Software, die es dem Nutzer erleichtert, seine Steuererklärung eigenständig zu erstellen“, beschreibt Alexander Fromme. „Durch Gewichtungen und branchenspezifische Fragen deckt das ESG Chess Board innerhalb von 64 Feldern 36 verschiedene Branchen der vier Hauptsektoren der Global Reporting Initiative (GRI) ab.“ Die ESG.DNA GmbH wurde von der GRI offiziell als Software Tools Partner lizensiert. Für ihre Systemlösung haben die Mülheimer Finanzexperten eine Vielzahl an Nachhaltigkeitsaspekten zusammengestellt und in einen Fragenkatalog integriert. Dabei ist für jede Frage eine Liste möglicher Antworten vorgegeben, die zu einer Rating-Note für dieses Kriterium führen. Diese werden von hervorragend („A+“) bis zu negativen oder fehlenden Informationen („D-“) bewertet und mit einer Gewichtung versehen. „Über das ESG Chess Board, das wir auch in einer englischen und französischen Version anbieten, lassen sich zudem Dokumente zu Nachweiszwecken hochladen. Basierend auf den Einzel-ESG-Ratings und ihrer Gewichte ergibt sich dann letztlich das Gesamt-ESG-Rating“, erklärt Jörg Uwer. Der Nutzen für Unternehmen liegt klar auf der Hand: Die webbasierte Softwarelösung macht aufwendige manuelle Prozesse der Zusammenstellung von Informationen überflüssig. Zugleich ist das Tool so ganzheitlich angelegt, dass es die Korrektheit, Konsistenz, Vollständigkeit, Aktualität und Relevanz der ESG-Parameter gewährleisten kann. „Mit dem Chess Board können Sie die Informationsbedürfnisse sämtlicher Stakeholder aus einer einheitlichen, konsistenten Datenbank erfüllen und verfügen über eine valide Datenbasis für Ihre Nachhaltigkeitsberichte“, fasst Uwer zusammen. Ein weiterer Vorteil ist die Identifikationsmöglichkeit von Anknüpfungspunkten und Maßnahmen zur Optimierung des ESG-Ratings. So ergeben sich entsprechend der gewählten Antworten und hinzugefügten Dokumente schnell Hinweise darauf, in welchen Bereichen Verbesserungen erfolgen sollten und wie diese das ESG-Rating beeinflussen. „Unser innovatives Tool versetzt Unternehmer in die Lage, die Kontrolle über die gesamte ESG-Thematik sowie die Nachhaltigkeitsperformance ihres Betriebes zu erlangen. Dies ermöglicht zugleich, souverän mit Kapitalgebern zu verhandeln, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und damit in die Zukunft zu investieren“, resümiert Alexander Fromme.

Miriam Leschke | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 05/2021

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