Bredo Doppelboden: 30 JAHRE BODENSTÄNDIGKEIT UND INNOVATION

Der Erfolgsgeschichte der Bredo Doppelboden GmbH wird ein neues Kapitel hinzugefügt: mit der Bredo Facility Solution GmbH baut Eberhard Schel die ganzheitliche Betreuung seiner Kunden durch nachhaltiges und umfängliches Immobilienmanagement aus.

Geschäftsführer Eberhard Schel (© Holger Bernert)
Geschäftsführer Eberhard Schel (© Holger Bernert)

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Bredo Doppelboden GmbH einen herausragenden Ruf als Expertin für den Innenausbau in Industrie und Gewerbe erarbeitet. Dabei ist das Team um Geschäftsführer Eberhard Schel immer auf dem Boden geblieben. Seit 1992 bietet das Unternehmen aus Herne kompetente Fachberatung, Planung und Ausführung rund um das Thema Doppelböden, Sanierungen von Doppelböden und hochwertige Ausbauten. Neben einem umfangreichen Angebot an ebenso erstklassigen und langlebigen wie auch ökologisch unbedenklichen Markenprodukten verspricht Bredo auch in Krisenzeiten termingerechte Lieferung sowie präzisen, von fachlich geschulten Monteuren ausgeführten Einbau. Kunden aus ganz Europa können sich auf besonders flexible Produktvarianten verlassen, die wirtschaftlich sehr interessant sind. „Unsere Systeme überzeugen vor allem durch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die leichte Verlegung“, versichert Eberhard Schel, der 2003 zum Unternehmen kam. Seit drei Jahren ist das Herner Unternehmen auch im Facility-Management tätig. Dieser wichtige Bereich soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Drei Jahrzehnte doppelter Boden

Angefangen hat alles 1992 in den Räumlichkeiten einer alten Herner Schreinerei. Anfänglich haben sich die Firmengründer Brenner und Breuing auf die Montage von Schaltwartenböden für Industrieanlagen konzentriert. „Im Mittelpunkt standen damals Funktionalität und Haltbarkeit“, erzählt der heutige Geschäftsführer. „Damals ging es noch nicht vordergründig um Designfragen.“ Das änderte sich, als der heute 58-Jährige den gehobenen Innenausbau mit Doppelböden ins Portfolio aufnahm. Fortan waren auch Steinbeläge, Edelstahl, Glas und andere Bodenbeläge aus hochwertigen Materialien im Programm. Schließlich sollte das Thema Ästhetik am Arbeitsplatz neue Akzente setzen. Der Erfolg gibt dem gelernten Groß- und Außenhandelskaufmann recht. Mit seinen 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – zwei zusätzlichen Standorten in Hamburg und Hessen/Thüringen sowie 40 Nachunternehmern – erwirtschaftete er im vergangenen Jahr knapp elf Millionen Euro Umsatz. Nach der Geschäftsübernahme wurde Eberhard Schel schnell klar: „Doppelböden sind nicht nur interessant für die Schwerindustrie, für Schalträume und Rechenzentren. Der Einsatzbereich ist deutlich vielseitiger und nachhaltig. Durch die Möglichkeit der Sanierung oder Erneuerung vorhandener Doppelböden werden nicht nur Rohstoffressourcen geschont, sondern auch die Finanzmittel unserer Kunden.“ Darüber hinaus passt seine Systemlösung für Banken, Versicherungen oder andere repräsentative Bereiche. Seither gehört das Thema Design und Ästhetik zur DNA von Bredo Doppelboden. Derzeit ist das Unternehmen aus Herne auf über 60 Baustellen in Deutschland tätig. Da wird ein 17 Quadratmeter kleiner Raum in einem Niederspannungshauptverteiler in der Krefelder Müllverbrennungsanlage mit Schaltwartenböden ausgestattet. In Berlin, Hamburg und Bremen verlegen die Monteure im Rahmen mehrerer Großprojekte in Büroneubauten 78.000 Quadratmeter Hohl- und Doppelboden. „Unser Leitspruch ‚Geht nicht, gibt’s nicht‘ ist unser Anspruch“, verspricht der Chef. „Flexibilität bei Bredo heißt: Auch wenn nur zwei Quadratmeter Doppelboden gebaut werden müssen, wird’s erledigt. Die größte Freude machen natürlich komplizierte Projekte, die undurchführbar scheinen. Ob kreisrund als Insel oder schwebend frei im Raum, an Stahlseilen hängende Konstruktionen oder temporär unter Wasser montiert – all das sind wunderbare Herausforderungen, die wir gerne annehmen.“ Derzeit bearbeitet das Bredo-Team ein Reinraumprojekt, indem ein komplett belüfteter Doppelboden so modifiziert werden muss, dass ein Zehn-Tonnen-Messtisch mit vier Füßen mit jeweils zweieinhalb Tonnen Gewicht daraufgestellt werden kann. Der Transport selbst erfolgt schwebend über vier Luftkissen unter den Füßen. „Sehr spannend, aber kein Problem“, versichert der Bredo-Geschäftsführer.

Lieferversprechen

Das Beschaffungsmanagement hat sich in den beiden zurückliegenden Jahren sehr verändert. „Allein im Stahlbereich lag der Anteil unseres Imports aus China bei einer Quote von 40 Prozent“, führt Eberhard Schel an. „Aufgrund der weltweiten Krisensituation waren die Lieferketten für längere Zeit unterbrochen. Auch beim Holz, das wir zu großen Teilen aus heimischen Wäldern bekamen, sah es nicht besser aus. Wir haben einfach keine Waren mehr bekommen.“ Und so konnten auch keine verbindlichen Zusagen für Preise oder Liefertermine gemacht werden. Das war ein Zustand, den Bredo seinen Kunden nicht zumuten wollte. Deshalb machte sich das Unternehmen unabhängiger von unsicheren Lieferketten. Bereits 2020 konnte der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann ein 1.200 Quadratmeter großes Lager in Haltern anmieten. „Wir haben sofort damit begonnen, das Lager mit Waren zu füllen. Innerhalb von nur sechs Monaten haben wir es geschafft und konnten so unseren Kunden Preis- und Liefersicherheit bieten.“ Ein genialer Schachzug. Nach wie vor ist der Warenbestand so kalkuliert, dass alle Kunden „just in time“ zu garantierten Preisen beliefert werden können. Eberhard Schel macht es an einem Beispiel deutlich: „Wir werden ein Bauprojekt in Berlin beliefern, das erst im kommenden Jahr begonnen wird. Aber schon jetzt haben wir das benötigte Material bei unseren Lieferanten bestellt.“ In dieser Phase hat Bredo auch die Firmenstruktur transparenter gemacht. „Wir möchten gerne, dass jeder Kunde einen persönlichen Ansprechpartner erhält, der ihn vom Aufmaß bis zur Rechnungsstellung persönlich begleitet und auch nach Beendigung des Projektes noch mit Rat und Tat zur Seite steht“, verspricht Eberhard Schel.

Modernes Facility-Management (FM)

Immer wieder kam es in der Vergangenheit kundenseitig zu Bauverzögerungen auf den Baustellen, weil während der Montagearbeiten Probleme am Gebäude, an Fenstern oder Türen entdeckt wurden. „Entweder lösten wir diese Probleme oder die Bauausführung kam ins Stocken. Doch in der Vergangenheit wurde es immer schwieriger, geeignete Handwerker zur finden“, erzählt Eberhard Schel. Also entschloss er sich vor drei Jahren, diese Arbeiten nicht mehr „nebenbei“ zu erledigen. „So haben wir 2019 die Bredo Facility Solutions GmbH gegründet. Das Handwerkerteam besteht mittlerweile aus sechs festen Mitarbeitern und einer Vielzahl qualifizierter Partnerunternehmen. 2021 haben wir Dirk Dreimann als Geschäftsführer für die Bredo FS hinzu gewinnen können. Er führt seitdem das operative Geschäft der Bredo FS und steuert die Nachunternehmer. Diese werden durch die Bredo-FS beauftragt und überwacht.“ Seither erledigt dasUnternehmen Maler-, Schreiner- oder Elektroarbeiten, ist im Trockenbau tätig, kümmert sich um die Grünflächen oder organisiert Umzüge. Hinzu kommen die Installation von Medien- und Sicherheitstechnik, Brandschutz- oder Abbrucharbeiten sowie Reinigungsdienstleistungen und Energiemanagement. „Wir machen alles, was im modernen Facility-Management anfällt.“ Dieser Bereich soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden. „Der Plan ist die ganzheitliche Bewirtschaftung von Immobilien im Auftrag unserer Kunden.“ Die Bredo-FS bietet ihren Kunden einen Mehrwert durch ein Netzwerk kompetenter und erfahrener Partnerunternehmen. Ansprechpartner für den Kunden bleibt immer die Bredo-FS als Auftragnehmer. Dirk Dreimann: „Somit erreichen wir schnell und zuverlässig Problemlösungen und damit zufriedene und dankbare Kunden. In diesem Marktsegment haben wir innerhalb von drei Jahren drei Millionen Euro Umsatz generiert. Das zeigt den Bedarf auf dem Dienstleistungsmarkt.“ Mit einem Umsatz von rund 54 Milliarden Euro gehört die FM-Branche zu den wichtigen Wirtschaftszweigen in Deutschland. Nach Auskunft von Arbeitsmarktexperten ist jeder zehnte Arbeitsplatz im Facility-Management angesiedelt. „Diese Zahlen belegen, wie wichtig dieser Bereich ist. Leider ist diese Tatsache in unserer heutigen Gesellschaft noch nicht richtig angekommen. In den letzten beiden Jahren hat sich die Branche jedoch als systemrelevant herausgestellt und einen deutlich höheren Stellenwert erlangt.“

Die Mischung macht´s

Im täglichen Projektgeschäft ergänzen sich die beiden Unternehmen optimal. „Durch die enge Zusammenarbeit von Bredo Doppelboden und Bredo-FS profitieren in erster Linie unsere Kunden“, meint Eberhard Schel. Dabei möchte der Geschäftsführer gemeinsam mit seinem Team neue Wege suchen und dabei die bewährten Pfade nicht aus den Augen verlieren. „Und natürlich sind wir als innovatives Unternehmen stets offen für Neues.“ Vor dem Hintergrund explodierender Kosten auf dem Energie- und Beschaffungsmarkt ist vor allem das Thema Energieeffizienz von besonderer Bedeutung und rückt stark in den Fokus aller Beteiligten. „Im Rahmen unserer Projektabwicklung bieten wir daher unseren Klima-Kunden einen besonderen Service an, um die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen“, verspricht der engagierte Geschäftsführer. Als Beispiel nennt er die Rechenzentren und Serverräume von Unternehmen. Hier wird sehr viel Energie in die Klimatisierung investiert, um eine Überhitzung der sensiblen Geräte zu verhindern. Bei den regelmäßig stattfindenden Inspektionen und Intervallwartungen werden die Doppelböden in Rechenzentren und Serverräumen nicht nur von Trittgeräuschen befreit. „Sämtliche Bereiche suchen wir gezielt nach Leckagen und ungenutzten Öffnungen im Boden ab. Gleichzeitig überprüfen wir die Einstellungen aller Lüftungsplatten, so dass dort kostenintensiv klimatisierte Luft geortet werden und nicht unnötig entweichen kann.“ Durch Schließung und Feinjustierung in diesen Bereichen kann auf diese Weise viel Energie eingespart werden. Darüber hinaus bietet das Bredo-Serviceteam präzise Messungen von Luftmengen und der Kälteleistung in den einzelnen Räumen an. Nur so kann der genaue Kältebedarf auch tatsächlich ermittelt werden, um weiteres Einsparpotenzial aufzuspüren. „Für uns steht fest: Geht nicht, gibt’s nicht“, resümiert Eberhard Schel.

Holger Bernert | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 03/2022

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