Elcotech Group: Energiegeladen in die Energiewende

Nachhaltige Energieleistungen sind für die Elcotech Group in mehrfacher Hinsicht relevant. Firmenkunden bietet sie von der elektrotechnischen Industriemontage über sicherheitstechnische Anlagen und automatisierte Gebäudelösungen bis hin zur Ladeinfrastruktur für E-Mobilität einen individuellen Komplettservice an.
Die Elcotech-Geschäftsführer Marco Hüser und Peter Schütte (v.l.) (© Foto: Jan Schmitz)
Die Elcotech-Geschäftsführer Marco Hüser und Peter Schütte (v.l.) (© Foto: Jan Schmitz)
Zweifelsohne, wir leben in einer spannungsreichen Zeit. Bildlich gesprochen stehen viele Unternehmen derzeit ziemlich „unter Strom“, nicht zuletzt im Kampf gegen die gravierenden Folgen der Corona-Pandemie. Anders bei der Elcotech GmbH aus Lünen. Hier gehört die „Power“ zur Firmen-DNA. Mit der Energie von rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Elcotech Group als Spezialistin für elektrotechnische Anlagen an fünf Standorten in Deutschland, Österreich und Kroatien aktiv. Zu den bisherigen Schwerpunkten bei der elektrotechnischen Industriemontage, der Realisierung sicherheitstechnischer Anlagen sowie bei gebäudetechnischen Automatisierungen kommt aktuell mit dem Bereich der Elektromobilität ein vierter Kompetenzbereich hinzu. Firmengründer Peter Schütte: „Die Energiewende stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen, für die wir mit mehr als 25 Jahren Erfahrung und unserem vielfältigen Know-how genau die passenden Lösungen anbieten können.“ Nach seiner Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker konnte Peter Schütte sehr bald eine umfangreiche Montageerfahrung auf Großbaustellen im Ausland sammeln: „So lernt man schnell, wo die Grenzen des Machbaren liegen und welche Schwierigkeiten ein Projekt mit sich bringen kann“, blickt Schütte zurück. Nach Abschluss der Meisterschule und weiteren Qualifikationen stand für ihn sehr schnell fest, dass er als Unternehmer seine eigenen Vorstellungen realisieren wollte. 1996 gründete er die Elcotech GmbH und konnte sich schnell einen wachsenden Kundenstamm aufbauen: „Durch gute Arbeit wird man zuverlässig weiterempfohlen und so habe ich kontinuierlich mein Team aufbauen und erweitern können.“ Neben großer Flexibilität sind für Peter Schütte Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit zu den wichtigsten Unternehmenswerten geworden, denn „mit Fairness im Umgang kann man sein Netzwerk stetig erweitern und wird immer wieder gern bei einem Projekt zusammenarbeiten“.

Elektromontagen in der Großindustrie

Die umfangreiche elektrotechnische Industriemontage hat das Elcotech-Team schon bei zahlreichen Großanlagen in mehr als 26 Ländern durchgeführt. Von Kohlestaub-Einblasanlagen über Stranggussanlagen in Stahlwerken bis hin zu Vakuumschmelzanlagen. Marco Hüser: „Unser typischer Kunde möchte in seinem Werk eine neue Produktionsanlage in Betrieb nehmen. Dabei sorgen wir für die elektrische Ausrüstung und Verbindung aller Elemente mit den Schaltanlagen, installieren dafür die Kabeltrassen, montieren Trafos, sorgen für sichere Anschlüsse an allen Bauteilen und sind beim Probebetrieb dabei, bis die Anlage reibungslos funktioniert.“ Im Prinzip bietet Elcotech im Industriebereich von der 36-KV-Einspeisung bis zur Datensteckdose die kompletten elektrotechnischen Leistungen aus einer Hand. Die Elcotech-Dependance in Koblenz konzentriert sich dabei seit 2015 auf die Konzeption und Installation von Stromschienensystemen für großindustrielle Anlagen. Diese reichen von 100A-Systemen bis hin zu vergossenen 4000A-Systemen in der redundanten Versorgung z.B. von Krankenhäusern. Um die üblichen Produktionsabläufe der jeweiligen Firma dabei nicht zu behindern, wird oft auch nachts oder am Wochenende gearbeitet. „Wir sind in der Regel nicht nach festen Uhrzeiten im Einsatz, sondern so lange, bis der Auftrag wie vereinbart fertig ist“, erläutert Peter Schütte seinen Anspruch an die Flexibilität. Auch vor neuen oder schwierigen Aufgaben scheut das Elcotech-Team nicht zurück. Marco Hüser: „Als wir vor Jahren erstmals die Elektroinstallationen in einer Kläranlage durchgeführt haben, war das noch eine besondere Herausforderung. Heute stehen neben dem Lippeverband auch die Emschergenossenschaft und der Ruhrverband auf unserer Kundenliste.“ An ihrem Stammsitz ist die Elcotech Group ihrer Heimat in Lünen-Brambauer über die Jahre treu geblieben. Im dortigen Industriegebiet ist man allerdings schon mehrfach umgezogen, um die Firmengröße kontinuierlich an die neuen Aufgaben und das wachsende Team anzupassen. Seit 2001 ist der jetzige Standort die repräsentative Firmenzentrale. Zum Anlagenbau in der Schwerindustrie kam mit dem Bereich Sicherheitstechnik ein zweites Standbein hinzu mit neuen technischen, personellen und räumlichen Herausforderungen. Die Logistik der Lagerhaltung wurde zu einer wichtigen Aufgabe, mit der man auch deutlich besser für Reparaturaufträge und Wartungsanfragen gerüstet war. „Warum sollen wir die Anlagen, die wir selbst installiert haben, nicht auch regelmäßig prüfen, warten und instand halten?“ Durch entsprechende Rahmenverträge kann Peter Schütte sein Team seither auch zwischen großen Montageaufträgen nachhaltig auslasten. Da Produktionsausfälle in der Schwerindustrie schnell sehr teuer werden können, steht der Elcotech-Reparaturservice seinen Kunden 24/7 zur Verfügung. Absolute Flexibilität ist hierbei das „A und O“ für den Erfolg, was Elcotech durch einen 24/7-Zugriff auf die Materiallager der führenden Elektrolieferanten gewährleisten kann. Peter Schütte: „Daher müssen wir nicht das komplette Kabel- oder Anschlussmaterial selbst im Vorrat haben. Viele Kunden haben wir allein durch eine prompte Reaktion oder die Just-in-time-Beschaffung wichtiger Ersatzteile aus dem Ausland durch unseren Firmenverbund gewonnen.“ Der Kunde ist und bleibt König, und der König bestimmt den Ablauf.

Innovationen der Sicherheitstechnik

Gleichzeitig erweiterte Schütte das Portfolio um das innovative Leistungsspektrum der Sicherheitstechnik – für viele Bestandskunden des Unternehmens eine sinnvolle Ergänzung ihrer individuell gestalteten Komplettlösung. Mit der Konzeption und Installation von Brandmeldeanlagen und Einbruchmeldeanlagen hat sich Elcotech in der Branche mittlerweile ebenso einen Namen gemacht wie mit Systemen für die Videoüberwachung oder die Zutrittskontrolle von Gebäuden und Grundstücken. Mariusz Hendzel verantwortet als Abteilungsleiter und Prokurist den Bereich der Sicherheitstechnik: „Wir halten unser Personal durch regelmäßige Schulungen auf dem neuesten Stand, um so jederzeit die innovativsten und für den Kunden passgenauen Lösungen bieten zu können.“ Als mehrfach zertifizierter Anbieter sorgt Elcotech auch bei verschiedenen öffentlichen Auftraggebern für technische Sicherheit. Kliniken, Gerichtsgebäude, Polizeischulen oder Einrichtungen des Maßregelvollzugs gehören dabei seit Jahren zum zufriedenen Kundenkreis. Mit ersten erfolgreichen Industrieaufträgen begann ab 2003 für Elcotech auch die Gründungsphase der Firmen-Dependance in Österreich und damit der europaweiten Ausdehnung. Der heutige Mitgesellschafter und Geschäftsführer Marco Hüser entwickelte das erfolgreiche Geschäft in den Alpen zusammen mit dem Prokuristen Dirk Meyer zu Altenschildesche, sodass sich Elcotech Austria ab 2008 mit einem 5.000-Quadratmeter-Standort in Liezen etablieren konnte. Elcotech Austria verfolgt grenzüberschreitend die gleichen Tätigkeitsschwerpunkte wie die Muttergesellschaft und konnte schnell Großkunden wie Voestalpine, AMAG wie auch Magna und die Firma GROB für sich gewinnen. Die Kooperation mit den Schwesterstandorten in Österreich hat mittlerweile zu einem kontinuierlichen Personalaustausch geführt. Auftragsschwankungen lassen sich über die Landesgrenzen hinweg ausgleichen.

Globalisierung und Austausch

Schließlich stand im Jahr 2016 eine Erweiterung der Elcotech Group mit einem Standort in Kroatien an, da die etablierten Kollegen in Österreich immer häufiger Anfragen für lukrative Aufträge im südlichen Nachbarland erhielten. Für Peter Schütte und Marco Hüser war es daher nur eine logische Erweiterung der Wachstumsstrategie, mit der Gründung von Elcotech d.o.o. in Kroatien an einem 4.200 Quadratmeter großen Standort im malerischen Küstenort Zadar auch den Wirkungskreis zu erweitern und neue Aufgaben anzugehen. So gehören nunmehr auch die Hoteltechnik, Klimatechnik, Marineservice und Jachtelektrik zu den Kompetenzbereichen – bis hin zum Ausbau alternativer Energieträger in dem sonnendurchfluteten Land. Heute finden am erweiterten Stammsitz in Lünen auch die Ausbildung und Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elcotech Group aus allen drei Ländern statt. Hierfür wird der Standort derzeit auf 3.000 Quadratmeter erweitert. Für mehr als 2,5 Millionen Euro entstehen ein neues Schulungsgebäude und weitere Produktionsbereiche. Mentalitätsunterschiede betrachten die Geschäftsführer dabei als durchaus positiv: „Wir alle können gegenseitig voneinander lernen, was wir vielleicht anders und insbesondere besser machen können. Das mag manchmal kompliziert sein, ist aber in jedem Fall interessant und an der ständigen Optimierung unserer Leistungen orientiert“, freut sich Marco Hüser auf den regelmäßigen Austausch mit den Teams aus Österreich und Kroatien. Im jeweiligen Land selbst sollte die Kundenkommunikation dann jedoch immer in der Muttersprache und nach den Gepflogenheiten des Landes erfolgen. „Wir halten es für sehr wichtig, immer den passenden Mentalitätszugang zu den Leuten zu finden.“ So hat mit ppa. Dominik Klampfer auch ein österreichischer Elektroingenieur die Leitung und die weiteren Geschicke der Elcotech Austria GmbH sehr erfolgreich übernommen.

Energiewende bietet Wachstumschancen

Im Bereich der Energiewende sind für Elcotech die Würfel gefallen, hier werden die neuen Geschäftsbereiche mit Nachdruck aufgebaut. Die Umrüstung auf stromsparende Beleuchtungssysteme, der Wechsel zur Elektromobilität im Fahrzeugpark, die Eigenversorgung durch Wind und Sonne sowie Energiespeicher spielen eine immer größere Rolle – Maßnahmen, die oft mit nennenswerten Fördermitteln von Land, Bund oder EU unterstützt werden. So hat sich für die Elcotech Group z.B. die Modernisierung des Beleuchtungsequipments in Großbetrieben zu einer kontinuierlichen Aufgabe entwickelt. „Einerseits sind viele Lichtanlagen technisch überaltert und gleichzeitig müssen die Unternehmen nach den aktuellsten Verordnungen auf neue Anforderungen der Berufsgenossenschaften bezüglich Beleuchtungsstärke und Ausleuchtung zur Verbesserung der Arbeitsplätze reagieren sowie die Fluchtwegebeleuchtung optimieren“, beschreibt Marco Hüser die Situation in vielen Betrieben. Dabei ist es mit dem Austausch der Leuchtmittel zumeist nicht getan. „Neben dem Wechsel auf energieeffiziente LED-Leuchten muss in den allermeisten Fällen auch gleich die komplette Verkabelung erneuert werden, wenn sie den modernen technischen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist“, erläutert Peter Schütte. Und wo sich ein Unternehmen schon mal für die elektrotechnische Modernisierung entschieden hat, ist meist auch der Weg zu einer leistungsstarken Photovoltaikanlage nicht weit, die in der Verbindung mit einer E-Ladestation den Einstieg für einen allmählichen Wechsel hin zu mehr Elektromobilität weisen wird. Sehr eng konnte hier eine wichtige Zusammenarbeit mit der Compleo AG aufgebaut werden, ein Spitzenreiter in Europa im Bereich der E-Mobilität und Ladetechnologie. „Wir haben in dieser Kooperation die Möglichkeit, die notwendigen elektrotechnischen Montagen auf einem extrem hohen Niveau abzuwickeln und hier auch europaweit den Ausbau der Spitzentechnologie zu begleiten“, berichtet Marco Hüser, der mit dem eigenen Fahrzeugpark gleich ein Vorbild gibt: „Für unsere Monteure haben wir fünf E-Autos im Einsatz, denn sie sind zumeist auf festgelegten Routen unterwegs, und es bleiben genügend Standzeiten, die Fahrzeugbatterien wieder aufzuladen.“ Mit den neuen Technologien werden wir den Anteil in unserer Unternehmensgruppe bis Ende 2021 auf 30 Fahrzeuge erweitern, mithin 25 Prozent der Geschäftsflotte. Peter Schütte: „Die Elcotech Group bleibt dem strategischen Wachstum treu, denn Stillstand ist Rückschritt.“
Emrich Welsing | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 02/2021

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