WBA – Westfälischer Bau- und Abbruchservice: Platz für neue Ideen schaffen

Full-Service-Dienstleister für sämtliche Bau- und Abbruchprojekte. WBA-Gruppe investiert jedes Jahr bis zu zwei Millionen Euro in Hightech.

(© Susanne Kästner)
(© Susanne Kästner)

Mit drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gründete Jörg Schäperklaus sein Unternehmen. Das war im Jahr 2010. Damals legte er das Fundament für den heutigen Erfolg. „Begonnen haben wir am Standort Kamen mit fachgerechtem Baustoffrecycling“, erinnert sich der Geschäftsführer, der vor seiner Selbstständigkeit als Technischer Leiter der Boden- und Bauschuttverwertungsgesellschaft des Kreises Unna arbeitete. Mittlerweile beschäftigt die WBA-Gruppe 85 Männer und Frauen, die sich um Abbruch, Rück- und Erdbau, Entkernung, Schadstoffsanierung sowie Bohr-, Säge- und Frästechnik kümmern. Zuletzt kamen noch die Bereiche Schwerlasttransporte und der Rückbau von ausgedienten Windkraftanlagen hinzu. Kompetenz, Sicherheit und Sorgfalt in allen Bereichen gehören zur DNA der Unternehmensgruppe WBA. „Wir wollen als Dienstleister das volle Spektrum eines modernen Bau- und Abbruchunternehmens mit nachhaltigem Ansatz auf der Baustelle bieten“, versichert Jörg Schäperklaus. „Durch unsere Arbeit wird Platz für neue Ideen geschaffen.“ Genau wegen dieser Expertise ist das Unternehmen mit seinen erfahrenen Spezialisten deutschlandweit gefragt, wenn es um Abbruch und Altlastensanierung geht. Das Leistungsspektrum ist sehr vielfältig und reicht vom einfachen Abbruch einer Garage oder eines konventionellen Einfamilienhauses bis hin zum aufwändigen Rückbau ganzer Industriekomplexe. Full Service inklusive.

Zukunftsorientiert

In der Kategorie Innenabbruch kümmern sich die WBA-Experten um die Entkernung von Gebäuden. Immer wieder kommt es vor, dass bei solchen Arbeiten Schadstoffe anfallen. Diese werden fachmännisch ausgebaut und ordnungsgemäß entsorgt. „Zu diesem Zweck haben unsere geschulten Mitarbeiter erfolgreich die entsprechenden gesetzlich vorgeschriebenen Sach- und Fachkundelehrgänge absolviert, und setzen ihr Know-how in diesen sensiblen Arbeitsbereichen tatkräftig um“, so der Firmengründer weiter. Um den Recyclingkreislauf zu komplettieren, bietet die WBA GmbH Containerlösungen an, die im Rahmen einer modernen Flotte unterschiedlich große Container zu gewerblichen oder privaten Zwecken zur Verfügung stellen. Auch in diesem Segment ist die WBA mit ihren beiden Standorten in Kamen und Werne als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Zu günstigen Konditionen und mit dem entsprechenden Entsorgungsnachweis wird der anfallende Abfall nach den gesetzlichen Vorgaben gesammelt, abgeholt und ordnungsgemäß verwertet oder endabgelagert. Um die großen Baumaschinen sach- und fachgerecht transportieren zu können, betreibt die WBA einen firmeneigenen Fuhrpark mit hochmodernen Fahrzeugen. Für diese Einsätze wurden die hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls intensiv fachspezifisch geschult. „Unseren Service bieten wir auch unseren Partnern und Kunden an, wenn sie komplexe Transportlösungen suchen“, meint der Geschäftsführer. „Ob Baustoffe, Kleingeräte oder 80-Tonnen-Bagger – wir transportieren alles, was beweglich ist.“ Auch beim Bewegen von großen Erdmassen in möglichst kurzer Zeit ist das WBA-Team genau der richtige Ansprechpartner. Baumaschinen aus dem technischen High-End-Bereich sorgen mit dem unternehmenseigenen Sattelfuhrpark für eine zügige Umsetzung des Auftrags und die schnelle Abfuhr der unterschiedlichen Bodenklassen. Darüber hinaus unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer langjährigen Erfahrung die Kunden bei der Planung und Konzeptionierung anstehender Projekte. „Mehr als 80 Prozent aller Aufträge können wir mit unseren eigenen Leuten umsetzen“, versichert Jörg Schäperklaus. „Für den Rest setzen wir auf externe Unterstützung von Nachunternehmen. Die wurden von uns zertifiziert und können unsere hohen Ansprüche an Qualität und Zuverlässigkeit umsetzen.“

Recycling 2.0

In den vergangenen beiden Jahren flossen alleine in den hochmodernen Recyclingstandort in Werne über 1,2 Millionen Euro in neue Technik. Herzstück der Baustoffrecyclinganlage ist der Prallbrecher R5 von Keestrack. Hier werden vor allem Bauschutt und Abbruchmaterialien in Form von Beton oder Ziegelschutt gebrochen und zerkleinert. Die Produktionsleistung dieses Hochleistungsbrechers beträgt je nach Material 350 Tonnen in der Stunde. Dabei verbraucht das 50 Tonnen schwere, über 17 Meter lange und drei Meter breite Arbeitsgerät der dieselelektrischen Variante 50 Liter Kraftstoff. Im Netzbetrieb kommt der Brecher auf 200 kWh. Ein sogenannter Windsichter sorgt automatisch dafür, dass Störstoffe wie Holz oder andere leichtere Materialien aussortiert werden. Diese aktuelle Anlagentechnik garantiert den Auftraggebern und Kunden der WBA ein gütegeprüftes RCL-1-Material. Durch den Wiedereinbau dieser Fraktionen können natürliche Ressourcen geschont werden. Neu im Portfolio ist auch der Doppelwellenschredder P3 von Keestrack. Das Load-Sense-Hydrauliksystem ermöglicht einen sehr sparsamen Betrieb. In dieser Anlage wird vor allem Altholz zu Brennmaterial verarbeitet. Aber auch Kunststoffe können hier zu wiederverwendbarem Granulat vermahlen werden. Eine zusätzliche Schwerlastsiebanlage sorgt dafür, dass Bodenmaterial von Steinen und anderen Materialien befreit wird. Auf diese Weise entsteht ein weitestgehend steinfreies Bodensubstrat, das wieder bei den jeweiligen Baumaßnahmen Verwendung findet. „Wir benötigen auf unseren sortenreinen Halden keine Radlader mehr, um die einzelnen Fraktionen nach dem Zerkleinern zu bewegen“, sagt der Geschäftsführer. „Auch hier verlassen wir uns auf die Technik unserer präqualifizierten Lieferanten.“ Zum Einsatz kommen hier die Haldenbänder S5 von Keestrack, die aufgrund ihrer Bauform sehr flexibel einsetzbar sind und die jeweiligen Materialien auf eine Kegelhöhe von gut 20 Metern aufhalden lassen. „Dabei haben wir, wie in anderen Bereichen, bewusst auf einen ressourcensparenden Einsatz geachtet.“ „Nachwuchs“ hat auch der umfangreiche Baumaschinenfuhrpark bekommen. Jetzt arbeiten unter anderem noch zwei neue Hitachi ZX300 LCN7 auf den bundesweiten Baustellen und bilden gleichzeitig die neueste Maschinengeneration. „In dieser Sparte war die Wirtschaftlichkeit der größte Antrieb für uns“, meint Jörg Schäperklaus und weist auf die Kraftstoffeinsparung der beiden neuen Kettenbagger hin. Die jeweils rund 300.000 Euro teuren Baumaschinen inkl. Schnellwechseleinrichtung OQ80 und diverser Anbaugeräte werden vor allem für Abriss, Rückbau und im Kanalbau eingesetzt.
Holger Bernert | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 06/2022

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