ENTEGRO Photovoltaik-Systeme: Sonnenenergie mit System

Photovoltaik-Spezialist für Industrieanlagen und Freiflächensysteme. Engineering rund um die Sonnenenergie.

Die Brüder Dieter und Thomas Röttger (v.l.) (@ Holger Bernert)
Die Brüder Dieter und Thomas Röttger (v.l.) (@ Holger Bernert)

Industrie, Gewerbe und Handel tragen etwa ein Viertel des CO2-Ausstoßes in unserem Land. Durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf ihren meist großen Dachflächen können sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten und unter dem Strich eine Menge Stromkosten einsparen. ENTEGRO Photovoltaik-Systeme GmbH aus Fröndenberg hat sich diesem Thema angenommen. Das Unternehmen bietet alles aus einer Hand: vom Konzept, der Simulation und Auslegung bis zur Montage und Inbetriebnahme. Ein fast 30-köpfiges Team steht Kundinnen und Kunden bei der Umsetzung ihrer individuellen Energiewende zur Seite. Im vergangenen Jahr konnte das von Dieter und Thomas Röttger geführte Unternehmen etwa elf Millionen Euro Umsatz verbuchen und gehört damit zu den regional führenden Anbietern. Und auch in diesem Jahr stehen die Zeichen auf Wachstum. Die Gründe für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Unternehmens sind vielfältig. „Zum einen möchten Unternehmen ihren gesellschaftspolitischen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Dieter Röttger und macht deutlich: „Gleichzeitig müssen sie ihre CO2-Emmissonen deutlich minimieren. Einige Branchen wie der Automobilbereich verlangen das zwingend, sonst kann langfristig nicht mehr geliefert werden.“ Auf der anderen Seite steht die Kostenreduktion. Nach Berechnungen des Elektroingenieurs ermöglicht die Sonnenenergie den Unternehmen oft 50 Prozent Stromkosteneinsparung und mehr. „Bei hohen Eigenverbrauchsquoten sind Amortisationszeiten von unter sieben Jahren möglich. Je nach Größe und Leistung der Photovoltaikanlage können Unternehmen mit hohem Stromverbrauch oft fünf- bis sechsstellige Summen im Jahr einsparen. So werden Unternehmen unabhängiger von Preisschwankungen an der Strombörse, ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Dieter Röttger liefert ein Zahlenbeispiel aus seinem Kundenkreis: Ein metallverarbeitendes Unternehmen verbraucht 2,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die Stromkosten dafür betragen rund 480.000 Euro. „Im konkreten Fall konnten mit einer ENTEGRO-Photovoltaikanlage rund 40 Prozent des Stromverbrauchs mit Sonnenenergie abgedeckt werden“, so der Ingenieur. „Die Kosten je Kilowattstunde Strom sinken für den Betrieb somit von 22 Cent auf 7 Cent für den Sonnenstrom. Somit ergibt sich neben der CO2-freien Produktion auch ein klarer Wettbewerbsvorteil für Industriebetriebe.“ Gerade für stromintensive Branchen eine gute Lösung der Zukunft.

Thema komplexer als vermutet

Bevor die Installation und der anschließende Betrieb einer Photovoltaikanlage erfolgen können, müssen einige Hürden überwunden werden, die der Gesetzgeber aufgestellt hat. „Der Bau einer Photovoltaikanlage im gewerblichen Bereich ist ein sehr komplexes Thema, welches wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden angehen“, weiß Thomas Röttger als Mitgeschäftsführer und technischer Leiter des Unternehmens. „Im Vorfeld sind wir beratend tätig. Es erfolgt eine überschlägige Kalkulation, ob eine Photovoltaikanlage für einen Betrieb überhaupt interessant ist. Im weiteren Schritt erfolgen Dachplanung sowie eine Simulation des Lastganges mit reellen Verbrauchs- und Wetterdaten. Damit kann sehr genau festgestellt werden, ob die Erzeugung von Solarstrom mit dem Bedarf eines Betriebes auch zeitlich übereinander passt. Oft können Prozesse noch umgestaltet werden und ein Lastmanagement installiert werden, um Last und Erzeugung übereinander zu bringen. Danach folgt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Rechnet sich eine Anlage, müssen weitere Themen wie Gebäudestatik und Blitzschutz angegangen werden. ENTEGRO steht hier ein breites Netzwerk von Spezialisten zur Verfügung.“ Aufwendig ist auch das Thema Mittelspannungseinbindung. Davon sind Kunden dann betroffen, wenn sie einen oder mehrere eigene Mittelspannungstransformatoren haben. In diesem Falle müssen dem Netzbetreiber live Betriebsdaten zur Verfügung gestellt werden. Auch muss eine Anlage dann durch ein externes Gutachterbüro zertifiziert werden, um die Netzverträglichkeit im Mittelspannungsnetz nachzuweisen. ENTEGRO kümmert sich auch um die Direktvermarktung von Solarstrom. Großanlagen können in der Regel Überschüsse nicht einfach einspeisen, sondern die Überschüsse werden an einen Direktvermarkter geliefert, der diese an den Markt bringt. So ist gesichert, dass jede erzeugte kWh auch zeitgleich an anderer Stelle im Stromnetz verbraucht wird. Das Verfahren ist für Anlagen über 100 kWp verpflichtend. ENTEGRO deckt dieses Thema durch eigene Spezialisten mit ab. Berücksichtigt werden auch immer zukünftige Entwicklungen. Oft hat z. B. ein Speicher Sinn. Zwar sind Batterien durch die überhitzte Nachfrage im Automobilbereich derzeit noch sehr teuer, aber Speicher sind nicht mehr aufzuhalten. Das Gleiche gilt etwa fürs Lademanagement von E-Autos. ENTEGRO berücksichtigt solche Erweiterungen und baut bereits im Vorfeld die Elektroinstallation so auf, dass die Anlage wie ein Baukastensystem erweitert werden kann. „Solche Punkte gehören immer mit in die Betrachtungen und ermöglichen eine Erweiterung Zug um Zug. So agieren wir auch mit Blick auf die Zukunft im Kampf gegen explodierende Energiepreise“, verspricht Dieter Röttger. „Unsere modular aufgebauten Systeme sind variabel und können jederzeit um Lade- und Speicherinfrastruktur ausgebaut werden.“ Weitere wichtige Schritte, die bereits im Vorfeld geklärt werden müssen: Integration der Photovoltaikanlage ins betriebseigene Stromnetz, Abstimmung mit dem zuständigen Energieversorger, Brand- und Blitzschutz, Zählerkonzepte, Zertifikate.

Lösungsorientierte Strategie

Das ENTEGRO-Team findet oft Lösungen, wenn andere nicht mehr weiterkommen. „In all den Jahren haben wir uns ein technisches Know-how erarbeitet, das uns in die Lage versetzt, jederzeit ein ebenso solides wie innovatives Angebot anfertigen zu können“, so die beiden Geschäftsführer weiter. „Während es in der Branche mannigfaltige Lösungsversuche von der Stange gibt, schauen wir uns die individuellen Gegebenheiten an und entwickeln für den Kunden angepasste Lösungen. So kann unsere eigene Softwareplattform in intelligenten Prozesssteuerungen eingebunden werden – vor allem, wenn es um Wärme und Kälte geht, können wir Prozesse gut steuern und so unsere PV-Anlage optimal in Energiemanagementsysteme von Unternehmen integrieren.“ Ein Blick zur ehemaligen Sonderdeponie auf dem Dortmunder Deusenberg veranschaulicht die Leistungsfähigkeit der Ingenieure aus Fröndenberg. In den letzten Jahren ist auf der Altdeponie der Kokerei Hansa nicht nur ein attraktiver Freizeitpark entstanden. „Wir haben dort im Sommer 2017 eine vier Hektar große Photovoltaikanlage in Betrieb genommen“, erzählt Dieter Röttger. „Der Solarpark Deusenberg gehört mit seinen 13.000 Modulen und seiner maximalen Leistung von 3,6 MWp zu den größten Anlagen seiner Art im Ruhrgebiet. Rein rechnerischen können wir damit etwa tausend Haushalte mit regenerativem Strom aus Sonnenenergie versorgen.“ Bereits in der Planungsphase wurden Konzepte entwickelt, die eine effektive und kostengünstige Gründung der Anlage ermöglicht hatten. „Im Klartext: Wir haben die Stützen der Solarmodule mit einer eigenen Lösung im Boden verankert.“ Neben Photovoltaiklösungen für Industrie und Gewerbe entwickelt ENTEGRO auch für öffentliche Auftraggeber. „Bei einer Kläranlage in Dülmen hat sich unser Kunde für eine kostengünstigere Alternative auf dem Boden entschieden. Dort haben wir auf 2.000 Quadratmetern Freifläche Modultische installiert“, beschreibt Thomas Röttger den Trend zur Freifläche. „Diese Lösung bietet sich an, wenn die Belegung der Dachflächen zu kompliziert wird.“

Holger Bernert | redaktion@regiomanager.de

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Ausgabe 03/2022

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