Erweiterung der Geschäftsführung

Das Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt aus Schmallenberg kann auf rund 60 Jahre Erfahrung in der Branche zurückgreifen.
Von links: Reinhard Hübner, Christian Schulz,  Burkhard Sasse, Ferdinand Schmidt
Von links: Reinhard Hübner, Christian Schulz, Burkhard Sasse, Ferdinand Schmidt
Alles begann 1963, als Johannes Schmidt senior in Düsseldorf ein Statikbüro für Hochbau gründete. Was damals mit zwei Mitarbeitern anfing, entwickelte sich in der zweiten Generation zu einem der größten Ingenieurbüros in Südwestfalen mit aktuell 80 Mitarbeitern, die in den fünf Niederlassungen Schmallenberg, Lennestadt, Extertal, Bad Honnef und Dortmund beschäftigt sind. Um auch für die Zukunft weiterhin gut gewappnet zu sein, hat das Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt nun eine Erweiterung der Geschäftsführung vollzogen.

Wichtige Änderungen

Die bestehende Geschäftsführung mit dem Inhaber Ferdinand Schmidt und dem kaufmännischen Geschäftsführer Reinhard Hübner wird durch Burkhard Sasse, Niederlassungsleiter in Lennestadt und Leiter der Straßen- und Tiefbauplanung sowie Christian Schulz, Niederlassungsleiter in Extertal und Leiter der Infrastrukturplanung Bahn, ergänzt. „Burkhard Sasse ist seit über 32 Jahren im Unternehmen tätig“, erläutert Ferdinand Schmidt. „Mit seiner Erfahrung berät er u. a. die öffentliche Hand sowie Architekten und Industriekunden bei geplanten Verkehrsführungen, Straßenausbauten als auch bei der Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen.“ „Christian Schulz hat zuvor bei der Bahn als Sachverständiger für Tunnel- und Erdbauwerke wichtige Erfahrungen sammeln können“, merkt Ferdinand Schmidt an. Das Ingenieurbüro Schmidt ist seit 1996 präqualifizierter Rahmenvertragspartner der Deutschen Bahn und deutschlandweit bei der Erneuerung von Gleisen, Brücken, Stützbauwerken sowie der Sanierung und Umgestaltung von Bahnhöfen tätig. Reinhard Hübner ergänzt: „Hier spielt Christian Schulz mit seiner großen Expertise eine wichtige Rolle, um die diversen planerischen Möglichkeiten unter rollendem Rad zur termin- und kostensparenden Umsetzung Realität werden zu lassen.“

Am Puls der Zeit

Mit der Erweiterung der Geschäftsführung wird dem seit Jahren kontinuierlichen Wachstum des Ingenieurbüros bei einem eigenen hohen Anspruch an die Planungsqualität Rechnung getragen. Außerdem wird für die Zukunft eine verbreiterte Basis für weiterhin gute Entscheidungen in Richtung Wachstum, Erschließung neuer Geschäftsfelder im Bereich Medien- und Energieversorgung und innovativer Digitalisierung im Engineering durch sehr erfahrene Ingenieure und langjährige Mitarbeiter geschaffen. „Mit der erfolgreichen Übergabe der Niederlassungsleitung in Schmallenberg mit dem Schwerpunkt konstruktiver Brücken- und Ingenieurbau vor zweieinhalb Jahren an Rebecca Arndt hat Ferdinand Schmidt angefangen, sich aus dem direkten Projektgeschäft zurückzuziehen. Mit seiner Kompetenz steht er den Mitarbeitern aber weiterhin beratend zur Verfügung“, erklärt Geschäftsführer Reinhard Hübner. „Der Gesellschafter hat sich dazu entschlossen, die Geschäftsführung zu verstärken, damit das Büro auch weiterhin Entscheidungen am Puls der Zeit trifft. Mit dem gemeinsamen Wissen und der Erfahrung aus fast 60 Jahren erfolgreicher Ingenieurtätigkeit ist das Ingenieurbüro ein kompetenter Ansprechpartner für Bauvorhaben mit einer umfassenden Kundenberatung und -betreuung.“

Teammitglied im Planungs- und Bauprozess

Das Leistungsspektrum des Ingenieurbüros umfasst heute eine ganze Palette von unterschiedlichen Planungsleistungen: Die Kompetenzen reichen von Planungen von Abwasserbeseitigungskonzepten, Bauphysik, Brückenbau, Eisenbahninfrastrukturplanung, Hochbaustatik, KfW-Anträge, Kanalplanung, Kläranlagenbau, Spezialtiefbau, Sportanlagen, Straßen- und Tiefbauplanung bis zur Planung von Verkehrsstationen. Der Kundenkreis besteht primär aus Architekten, privaten Bauherren, Industrieunternehmen, Städten und Gemeinden, dem Landesbetrieb NRW, der Deutschen Bahn AG und Baufirmen. „Unsere Auftraggeber sind ,Mehrfachtäter‘, so Reinhard Hübner. „Wir erbringen im Bauwesen alle Leistungen mit Ausnahme der Architektur, so könnte man unser Aufgabengebiet kurz umreißen.“ Durch die große Bandbreite bei den Ingenieurplanungen kann man niederlassungsübergreifend die verschiedenen Themengebiete abdecken und ist personell in der Lage, schwierige und umfassende Aufgaben in der Ingenieur- und Tragwerksplanung sach- und termingerecht zu bearbeiten. Dadurch ist man auch bei ausführenden Firmen ein gefragter Partner. Doch worauf kommt es an, damit ein Projekt erfolgreich gelingt? „Wichtig ist, dass auch der Ingenieur sehr frühzeitig in die Gesamtplanung integriert wird. Gestaltung und Bauwerk sowie umwelttechnische Belange sollten eine Symbiose bilden, um eine optimale Kosten- und Nutzungsstruktur zu erhalten. Wir verstehen uns als Partner unserer Auftraggeber und beraten unsere Kunden persönlich bei der Gestaltung ihrer Bauvorhaben“, meint Reinhard Hübner. Außerdem versteht man sich als Teammitglied im Planungs- und Bauprozess. „Bevor wir beginnen, möchten wir ein Projekt verstehen. Hierzu bringen wir uns möglichst frühzeitig in die Planung ein und stimmen uns mit allen Beteiligten ab. Mithilfe unserer langjährigen Erfahrung arbeiten wir zusammen mit den Kunden an einer optimalen Lösung“, ergänzt Ferdinand Schmidt. Begleitet werden die Projekte von Anfang bis Ende durch alle Leistungsphasen, von der Grundlagenermittlung bis zur Erstellung der Bestandsunterlagen.

Über 8.000 Projekte

Bisher war das Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt deutschlandweit bei über 8.000 Projekten tätig. „Von den 166 Weltmarktführern im Industrie- und Technologiestandort Südwestfalen haben wir bereits 19 Unternehmen mit unseren Leistungen bei Neu-, Umbau- und Erweiterungsbauten sowie Erschließungsplanungen unterstützt“, fügt Ferdinand Schmidt stolz an, „was unsere Kompetenz in der Industrieplanung unterstreicht“. „Aktuell plant Burkhard Sasse die Erschließung eines 47 Hektar großen Gewerbegebietes in Attendorn. Die Planung eines Wohnbaugebietes in Korschenbroich mit 320 Bauplätzen wurde gerade fertiggestellt. Davon hat das Ingenieurbüro für 80 Ein- und Mehrfamilienhäuser die Statik mit Erdbebennachweis aufgestellt. Seit einigen Jahren ,spielen‘ wir auch erfolgreich bei der Sportanlagenplanung mit“, ergänzt Reinhard Hübner. In der Tragwerksplanung für Industrie- und Verwaltungsgebäude, die von Ingo Fröhlich aus Dortmund geleitet wird, erfolgt die Bearbeitung fast ausschließlich in 3-D. Das Gebäudemodell veranschaulicht auch die statisch kritischen Bereiche. Im Planungsteam mit dem Architekten und den Haustechnikern erfolgt die Koordinierung aller Durchbrüche für Heizung, Lüftung und Sanitär. Auch die Kabeltrassen sind relevant, da deren Öffnungen insbesondere aus Feuerschutzgründen brandschutztechnisch verschlossen werden müssen. Insbesondere bei Industriegebäuden können dadurch im Vorfeld Kosten eingespart werden. In den derzeit laufenden Krankenhausprojekten in Dinslaken und Troisdorf ist die frühzeitige geometrische Gewerkekoordinierung ein elementarer Planungsbestandteil. Ein weiteres außergewöhnliches und anspruchsvolles Projekt wird derzeit in der Niederlassung Bad Honnef bearbeitet. Hier betreut Dr.-Ing. Markus Robeck den Bau einer der ersten vierten Reinigungsstufen auf der Kläranlage Brühl nach vorangegangenem Entwurf, um winzigste Rückstände von chemischen Substanzen aus beispielsweise Arzneimitteln aus dem Abwasser zu filtern, damit diese nicht in die Flüsse gelangen. Hierbei handelt es sich um eine innovative Baumaßnahme, die durch das Land NRW gefördert wird. „Wir schützen damit die Zukunft unseres Lebensraumes“, betont Reinhard Hübner. Als Rahmenvertragspartner der DB unterstützt man außerdem seit 1996 in ganz Deutschland die Verkehrswende, damit der Verkehr auf der Schiene zunehmend attraktiver wird. Die detaillierte Planung mit Erfassung des Bauablaufes ist wesentliche Grundlage zur Umsetzung, dass z. B. eine 2.500 Tonnen schwere Brücke unter rollendem Rad innerhalb von 100 Stunden durch Querverschub in ihre neue Lage gebracht wird. Die Minimierung der Streckensperrungen, die teilweise Jahre zuvor angemeldet werden müssen, hat oberste Priorität, damit Verspätungen vermieden und die Güterversorgung gesichert werden kann.

Ein wichtiger Trend: BIM

Als wichtigen zukunftsweisenden Trend in der Branche sieht man beim Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt das Building Information Modeling (kurz: BIM), was auf Deutsch Gebäudedatenmodellierung bedeutet. „BIM ist mittlerweile bei unseren Gebäuden Standard. Ermöglicht wird dadurch eine alle Gewerke übergreifende 3-D-Planung mit hinterlegten Materialinformationen, die auch virtuelle Spaziergänge ermöglicht“, erklärt Ferdinand Schmidt. „Das Zeichenbrett ist endgültig Geschichte. Die BIM-Technologie entwickelt sich in Richtung realitätsnaher Visualisierung der geplanten Maßnahmen, um den Bauherren frühzeitig die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen mit einzubringen.“ Eine wichtige Investition für die Zukunft erfolgte im vergangenen Jahr, als man den Umzug in das Industriegebiet „Auf der Lake“ in Schmallenberg vollzog. Dort hat man auf 500 Quadratmetern Fläche neben großzügigen, modernsten ergonomischen Arbeitsplätzen in eine energiesparende Lüftungsanlage mit einer hochwirksamen Wärmerückgewinnung und Kühlung investiert. „Gerade in Corona-Zeiten können wir damit für virenfreie Luft sorgen“, sagt Reinhard Hübner. Außerdem hat man in die Bereiche Hochbau, Tiefbau und Bahnhofsplanung investiert, wo das Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt inzwischen vollständig im 3-D-Raum arbeitet. Im Brücken- und Ingenieurbau hat man ebenfalls das Ziel, in den nächsten zwei Jahren vollständig auf 3-D umzustellen. Weitere Investitionen kündigt Ferdinand Schmidt bei der Vermessung an: „Hier liegt die Zukunft in der digitalen Aufnahme mit Kameras; durch modernste Scantechnologien können Innen- und Außenbereiche fotogrammetrisch aufgenommen und vermessen werden.“

Weiter kontinuierlich wachsen

Damit man am Puls der Zeit bleibt und weiterhin umfassend auf dem technologisch aktuellen Stand beraten und planen kann, hat man sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Dazu gehören u. a. der Aufbau eines IT-Managements und die zielgerichtete Digitalisierung des Engineerings, die Einführung eines neuen superschnellen Datenmanagementsystems, die Fortführung der BIM-Strategie und deren Erweiterung auf den Brückenbau. „Außerdem wollen wir bei kontinuierlichem Wachstum neue Geschäftsfelder im Bereich der Medienversorgung erschließen, dabei aber natürlich die Nähe zum Kunden beibehalten“, resümiert Reinhard Hübner. Mit der Erweiterung der Geschäftsführung ist das Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt gut für die Zukunft gerüstet.

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Ausgabe 05/2021

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Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt

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