Kühlen und Temperieren mit System

Nachhaltige Kühl-, Temperier- und Wassertechnik für die Industrie.
Ob Klimawandel, technische Notwendigkeit oder Qualitätsoffensive in der Produktion – als führender Technologie-Partner bietet gwk seit über 50 Jahren zuverlässige sowie nachhaltige Kühl-, Temperier- und Wassertechnik für die Industrie an. Auf der Basis stetiger Entwicklung innovativer Technologien bedient das zur technotrans-Gruppe gehöhrende Unternehmen aus dem Sauerland regional, national und international die Märkte der Kunststoffindustrie mit den Schwerpunktbereichen Spritzguss und Extrusion, Metall, Chemie und Pharmazie sowie Lebensmittel. Mit hoher Fertigungstiefe, zertifiziertem Druckbehälterbau, Blech- und Rohrbearbeitung mit Normal- und Edelstahl, einer Lackierstraße sowie einem internationalen Service bietet gwk den Vorteil, auf alle individuellen Wünsche seiner Kunden schnell, flexibel und zielgerichtet eingehen zu können. 430 Mitarbeiter, verteilt auf 13 Hallen mit einer Produktionsfläche von 16.500 Quadratmetern und einem sechsstöckigen Verwaltungsgebäude, stehen für umfangreiches verfahrenstechnisches Know-how.

Made in Germany

„Anders als vergleichbare Mitbewerber setzen wir bei Anlagenkonzepten von Anfang an auf hocheffiziente und zuverlässige Eigenprodukte wie Kältemaschinen, Temperiergeräte und Wasserverteilsysteme“, beschreibt es Nicolai Küls, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing. Die in den Anlagen zur Erzeugung von kaltem Prozesswasser benötigten Aggregate, sogenannte Kältemaschinen, werden bevorzugt in der Unternehmensgruppe gefertigt und zeichnen sich durch klimaschonende Kältemittel in kleinen Füllmengen und energetisch optimierten Komponenten aus. Auch die zur Erzeugung von warmem Prozesswasser benötigten Geräte, sogenannte Temperiergeräte, werden im eigenen Werk gebaut. Wie bei den Kältemaschinen setzt gwk dabei auf modernste Technik mit hocheffizienten Pumpen und Wärmeüberträgern sowie eine intelligente und bedienerfreundliche Regelung. Da in einem industriellen Prozess häufig – von außen oder dem Prozess selbst – Verunreinigungen in das bereitgestellte Wasser gelangen, bietet gwk für den Erhalt einer langen Funktionsfähigkeit spezielle Filtersysteme und auf die Anlagen abgestimmte Wasserbehandlungsprodukte an. Die Meinerzhagener sind weiter in der Lage, Kunden individuelle Alternativ-Lösungen anzubieten. „Jeder Kunde kann so, bezogen auf seine individuelle Ausgangssituation, zwischen betriebskostenoptimierten und investitionskostenoptimierten Lösungen wählen“, so Küls. „In jedem Fall erhält der Kunde somit nachhaltige Gesamtlösungen für den globalen Einsatz aus einer Hand.“ Wohl einzigartig in der Branche ist das moderne Technologie-Center in Meinerzhagen. In diesem Technologie-Center können dem Kunden permanent die Produkte und Dienstleistungen der gwk präsentiert und die Vorzüge, zum Teil in voller Funktion, vorgeführt werden. Der Besucherbereich wurde hinsichtlich der aktuellen COVID-19-Herausforderungen optimiert und verfügt über einen separaten Zugang. „So können vorgeschriebene Abstände eingehalten und auch Kleingruppen, getrennt vom Produktions- und Verwaltungsbetrieb, effektiv geschult und über mögliche Effizienzmaßnahmen informiert werden“, beschreibt es Ralf Radke, Leiter Business Development Management, weiter. gwk ist durch die Zugehörigkeit zur technotrans-Gruppe, einem führenden Unternehmen mit der Kernkompetenz von Flüssigkeiten-Technologie und mehr als 1.450 Mitarbeitern, weltweit präsent und kann viele Systeme, auch in Zeiten der Reisebeschränkungen ohne Anwesenheit vor Ort, über mehrere Tausend Kilometer hinweg mittels Remote-Service in Betrieb nehmen und überwachen; ganz egal ob in München, Delhi oder Schanghai. Möglich macht dies eine neu entwickelte Support-App mit unkomplizierter Remote-Unterstützung.

Praxisbeispiel VIA Oberflächentechnik

Von der weiten Welt wieder ins Sauerland. Hier, im beschaulichen Lennestadt, betreibt die VIA Oberflächentechnik, ein europaweit führender Spezialist im Bereich der Teilereinigung, fünf Entfettungsanlagen. Auf rund 14.000 Quadratmetern Produktionsfläche erfüllt VIA als klassischer Lohnreiniger die höchsten Anforderungen an die Partikel- oder Fettfreiheit von Bauteilen. „Unser Feinreinigungszentrum ist mit seinen speziellen Reinräumen dafür bestens gerüstet“, sagt Geschäftsführer Werner Schmidt. In geschlossenen „Waschanlagen“ werden täglich über 500 Tonnen Metallteile gereinigt und je nach Anforderungen der rund 250 Kunden auch im Sauber- oder Reinraum verpackt. Für den Reinigungsprozess wird das Reinigungsmittel dabei aufgeheizt. Beim Abschluss des Reinigungsprozesses wird die eingebrachte Energie über Rohrbündelwärmetauscher wieder abgeführt. Die benötigte Gesamtkühlleistung liegt bei circa 500 kW. „Bislang erfolgte die Kühlung über vorhandenes Flusswasser und im Sommer über eine zusätzliche Notkühlkältemaschine“, beschreibt es Kai Lechner, technischer Geschäftsführer. „Bedingt durch die wärmeren und trockeneren Sommer stand uns jedoch seit vier Jahren nicht mehr ausreichend Kühlwasser und Kühlleistung zur Verfügung.“ Eine Lösung für dieses Problem sollte gwk bieten.

Die Lösung der gwk

Zugeschnitten auf diese Anforderungen, projektierte die gwk eine kundenindividuelle Kühlanlage. „Durch den Einsatz eines drucküberlagerten Systems mit einer groß dimensionierten hydraulischen Weiche konnte weitestgehend auf den Einsatz einer Wasseraufbereitung verzichtet werden“, so Fabian Heuel, Leiter Area Sales Management. „Dies spart sowohl Kosten bei der Investition als auch im laufenden Betrieb.“ Durch den Einsatz von zwei komplett getrennten außenstehenden Kaltwassersätzen entsteht neben der Möglichkeit einer leistungsgerechten Regulierung auch eine hohe Betriebsredundanz. Die mit dem Low-GWP-Kältemittel R513A ausgestatteten Kaltwassersätze verfügen neben einem hohen Regelbereich der Vorlauftemperatur zudem über das eigens von gwk entwickelte Energieeinsparmodul. Mithilfe eines elektronischen Expansionsventils, energieeffizienten EC-Ventilatoren und einem stufenlos geregelten Schraubenkompressor wird die Kondensationstemperatur des Kältekreises an die jeweilige Außentemperatur angepasst. Dies erhöht den Wirkungsgrad der Anlage, spart Strom und schont die Kältekreiskomponenten. Die Kaltwassersätze wurden in Meinerzhagen speziell für den robusten Industriegebrauch mit hohen Außentemperaturen entwickelt, geplant, gebaut und geprüft. „Im Servicefall erleichtert dies unseren Servicetechnikern vor Ort die Fehlersuche, da die Steuer- und Regelungstechnik ebenfalls inhouse hergestellt wurde“, sagt Dr. Michael Zaun, Geschäftsführer Technik und Produktion. Die Pumpen für die Versorgung der Kaltwassersätze und der Verbraucher sind jeweils mit einer Redundanzschaltung ausgestattet. Um den Anforderungen an unterschiedliche Kühlleistungen gerecht zu werden, ist die Betriebspumpengruppe mit drei parallel geschalteten Pumpen ausgestattet, welche über einen Frequenzumrichter leistungsgeregelt zu- und abgeschaltet werden. Für die Winterentlastung wurde ein außenstehender gwk-hermeticool (Freikühler) eingebunden. „Liegt die Außentemperatur unterhalb der Rücklauftemperatur der Verbraucher, wird die Kältemaschine zunächst über den gwk-hermeticool entlastet und bei sinkenden Außentemperaturen dann komplett ausgeschaltet“, erklärt Küls. „Innerhalb von 6.000 Betriebsstunden wird durch diese Maßnahme bei über 3.000 Stunden keine betriebskostenintensive Kältemaschine benötigt.“ Durch den Einsatz des gwk-Energiesparmoduls erfolgt eine zusätzliche Energieeinsparung von circa 55 Prozent während der Kältemaschinenlaufzeit. Durch diese Maßnahmen war das Anlagenprojekt entsprechend förderfähig. Die Aufstellung der hydraulischen Weiche, der Pumpen, der Filter, des Wärmetauschers und des Schaltschranks erfolgten in einem extra angefertigten Anlagencontainer. Der Container verfügt über Isolierung, Heizung, Beleuchtung sowie Be- und Entlüftung. Der für die Winterentlastung zuständige gwk-hermeticool findet auf dem Dach des Containers Platz. „Die Aufstellung, Montage, Inbetriebnahme und Schulung der schlüsselfertigen Gesamtanlage erfolgte vor Ort durch gwk-Fachpersonal“, resümiert Heuel.

Die Zukunft gemeinsam meistern

Last, but not least wollen wir noch einen kurzen Blick auf die Zukunft der gwk werfen. Hier stehen aktuell CO₂-Kompensationsmaßnahmen ganz groß im Kurs. „Sie sind ein wichtiges Instrument zur Erreichung der angestrebten Klimaschutzziele“, weiß Radke. gwk geht jedoch weiter und verfolgt vielmehr und konsequent den Weg der CO₂-Reduktion, in dem das Unternehmen bezahlbare Technologien für den Klimaschutz, sogenannte ‚Low Carbon Footprint‘-Technologien, bereitstellt und seine Kunden nachhaltig begleitet. „Effizienz- und Klimaschutztechnologien mit wirtschaftlichen Kaufinteressen auf einen Nenner zu bringen, das ist der Schlüssel der Zukunft“, so Radke weiter. Mit der Zugehörigkeit zur technotrans-Gruppe stehen der gwk, neben eigenen Entwicklungskapazitäten, sämtliche Möglichkeiten der Unternehmensgruppe für Weiterentwicklungen im Bereich der Digitalisierung und sonstiger Zukunftstechnologien zur Verfügung. Durch eigenes Personal sowie der Zusammenarbeit mit namhaften Technologiepartnern gibt gwk bereits heute seinen Kunden Hilfestellungen beispielsweise zu aktuellen Fördermöglichkeiten, Gesetzen und Vorschriften im Umgang mit seiner Anlagentechnik sowie der F-Gase-Verordnung und erarbeitet entsprechende Lösungen hierzu. Neben zahlreichen überregionalen Projekten mit namhaften Hochschulen und Instituten arbeitet die gwk zudem sehr eng mit Kooperationspartnern aus der Region zusammen. Beispielhaft dafür sind Projekte mit dem KIMW, Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH. Erst kürzlich konnte ein interessantes Projekt mit bundesweiten Teilnehmern zum Thema „Individuelle CO₂-Bilanz“ abgeschlossen werden. Bleiben noch die motivierten und qualifizierten Mitarbeiter der gwk. „Diese sind eine wesentliche Stütze unseres Erfolgs“, sagt Dr. Zaun. „So setzen wir seit vielen Jahren auf eine umfassende Ausbildung. Mit rund 47 Ausbildungsplätzen in 20 verschiedenen Berufen hat gwk eine der höchsten Ausbildungsquoten im Maschinenbau in Deutschland. „Viele langjährige Mitarbeiter sind mit einer Ausbildung bei der gwk gestartet und sind dem Unternehmen bis heute treu geblieben“, freut sich der technische Geschäftsführer.

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Ausgabe 05/2020

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gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH

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58540 Meinerzhagen
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